Ultra High Definition (Ultra HD)

Webcode uhd001

Aktualisierung Mai 2017 

Aktualisierte Marktzahlen:

Nach einer aktuellen Studie der GfK SE aus dem Mai 2017 im Auftrag der Deutschen TV-Plattform kennen mittlerweile sieben von zehn Personen Ultra HD / 4K. 
Über 20 Prozent der Befragten besitzen bereits einen Ultra HD-Fernseher, knapp 30 Prozent planen konkret die Anschaffung eines solchen Geräts. Die wichtigste Rolle spielt dabei für rund 73 Prozent der Kaufwilligen die bessere Bildqualität der Ultra HD-Geräte. Bis Ende 2016 wurden bereits 3 Millionen Ultra HD-fähige TV-Geräte in Deutschland verkauft*, bis Ende 2017 sollen noch einmal 2,6 Millionen dazukommen*. Beflügelt wird diese Entwicklung durch den anhaltenden Trend zum Kauf größerer Fernseher.
(Quelle: ** gfu Pressemeldungen und gfu-Prognose März 2017)

Standardisierung:

UHD-1 Phasen 1 und 2 sind verabschiedet. Nach der Verabschiedung der technischen Spezifikation von UHD-1 Phase 2 durch das DVB-Konsortium im Herbst 2016 hat das European Telecommunications Standards Institute (ETSI) Anfang März 2017 UHD-1 Phase 2 als offiziellen Standard bestätigt. In puncto High Dynamic Range (HDR) kommen die Verfahren PQ und HLG zum Einsatz, die von der Internationalen Fernmeldeunion ITU in BT.2100 spezifiziert wurden. Hinsichtlich High Frame Rate (HFR) sind nun Bildfrequenzen bis 100/120 Hz möglich. Entschieden ist auch das Thema Next Generation Audio (NGA): unterstützt werden die beiden Systeme AC-4 und MPEG-H Audio.


Letzte Fassung vom Oktober 2016

Ultra HD (Ultra High Definition, häufig auch nur als UHD bezeichnet) ist ein neues, digitales High-Definition-Format. Wie der Name schon vermuten lässt, kann man Ultra HD als Weiterentwicklung des bisherigen HDTV-Standards begreifen. Mit derzeit 3.840 x 2.160 Bildpunkten liefert Ultra HD derzeit die vierfache Auflösung von Full HD. Im Vergleich zu bisherigen TV-Standards kann das neue Format erheblich schärfere Bilder mit sehr hoher Detailgenauigkeit darstellen. Davon profitieren auch medizinische Anwendungen oder die digitale Bild- und Videobearbeitung. Auch hier kommt Ultra HD zum Einsatz.

Die Einführung von Ultra HD ist in vollem Gange. Nachdem sich bisher fast alles um die höhere Auflösung drehte, rücken jetzt zunehmend weitere Aspekte wie eine verbesserte Farbdarstellung und höhere Kontraste in den Mittelpunkt der Entwicklung. Ultra HD ist längst kein Nischen-Thema mehr Ultra HD entwickelt sich weitaus schneller und wird besser beim Kunden angenommen, als HD bei seiner Einführung vor rund zehn Jahren. Rund 50 Prozent der TV-Haushalte in Deutschland ist der Begriff Ultra HD oder „4K” bereits geläufig (Astra TV-Monitor 2015, TNS Infratest).

Rund 73 Prozent der Besitzer eines Ultra HD Fernsehers attestierten eine bessere Bildqualität bei TV-Programmen, 80 Prozent würden sich wieder ein Ultra HD-Gerät anschaffen (Astra TV-Monitor 2015, TNS Infratest). Bis Ende 2015 wurden bereits 1,1 Millionen Ultra HD-fähige TV-Geräte in Deutschland verkauft, bis Ende 2016 sollen noch einmal 2,4 Millionen Stück dazukommen (gfu Pressemitteilung vom 11. Februar 2016). Beflügelt wird diese Entwicklung durch den anhaltenden Trend zum Kauf größerer TV-Geräte. Stand Februar 2016 lag der Anteil verkaufter TV-Geräte mit einer Bildschirmdiagonale jenseits der 45 Zoll-Marke (114 cm) bereits bei 37 Prozent (GfK Retail & Technology 2016, Deutschland, GfK Panelmarkt).

UHD Phasen

UHD-1 Phase 1 ist eingeführt

Bei der Einführung von UHD-1 hat man sich beim DVB-Konsortium auf ein Zwei-Phasen-Modell verständigt. In UHD-1 Phase 1 wurden Spezifikationen für Inhalte, Übertragungstechnik und Wiedergabegeräte verabschiedet, die besagte Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten unterstützen, bei Bildfrequenzen bis zu 50/60 Hz und einer Farbtiefe von 10 bit. Die Phase 1 beinhaltet theoretisch auch bereits den erweiterten Farbraum BT.2020 (s.S. 6). Der für TV-Übertragungen, Streaming und der Ultra HD Blu-ray wichtige Komprimierungs-Standard H.265/HEVC kommt ebenfalls zur Anwendung. Entsprechende Endgeräte und auch erste Dienste stehen seit 2014 zur Verfügung.

UHD-1 Phase 2 auf der Zielgeraden

Seit Oktober 2016 befindet sich UHD-1 Phase 2 nach Verabschiedung der technischen Spezifikation durch das DVB-Konsortium auf der Zielgeraden. Die Eckpunkte sind klar, diese müssen jedoch noch formal durch das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) veröffentlicht werden. In puncto High Dynamic Range (HDR) hat sich DVB für die Verfahren PQ und HLG entschieden, die von der Internationalen Fernmeldeunion ITU in BT.2100 spezifiziert wurden. Hinsichtlich High Frame Rate (HFR) sind nun Bildfrequenzen bis 100/120 Hz möglich. Entschieden ist auch das Thema Next Generation Audio (NGA): unterstützt werden die beiden Systeme AC-4 und MPEG-H Audio. HDR, HFR und NGA in der Broschüre "Ultra HD erklärt"" bzw. in anderen Webcode-Seiten näher vorgestellt.

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