24. Symposium „TV or not TV - wie dramatisch verändert sich unsere Industrie?" am 10. November 2015 in Berlin

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Die Fernseh-Industrie verändert sich rasant. Der technologische Wandel bei Infrastrukturen und Endgeräten eröffnet – gestützt durch andere Nutzungsformen der Zuschauer – neue Geschäftsfelder im Bewegtbildmarkt. Das klassische, lineare Fernsehen steht zunehmend im Wettbewerb mit Video-on-Demand-Angeboten; Free- und Pay-TV-Modelle werben um Nutzer und um attraktive, vermarktbare Inhalte. Die Verknüpfung von TV und Social Media, Empfehlungsfunktionen und die Mobilität von Empfangswegen sowie Endgeräten eröffnen dem Zuschauer neue Perspektiven. Etablierte Fernseh-Marken und neue Bewegtbild-Größen konkurrieren um Aufmerksamkeit.

Welchen Einfluss diese Veränderungen auf die Beteiligten der TV-Wertschöpfungskette haben und wie sie mit diesen Herausforderungen umgehen, erörterten Experten aus den verschiedensten Branchenbereichen beim 24. Symposium der Deutschen TV-Plattform in Berlin (Programm). Die Veranstaltung am 10. November 2015 mit über 150 Teilnehmern fand im Umfeld des 25-jährigen Bestehens des Vereins statt. Ein Überblick:  


Einführung, Keynote & Impuls zu "TV or not TV"symp2015 6393

Zur Begrüßung skizzierte der Vize-Vorsitzende der Deutschen TV-Plattform Andre Prahl (Mediengruppe RTL Deutschland) wichtige Entwicklungstrends, die essentiell für die gesamte audiovisuelle Branche sind. Er wies auch auf Ergebnisse der großen Zuschauerumfrage zum 25. Gründungsjubiläum des Vereins hin. Die zeigen u.a., dass immer mehr Nutzer unter "Fernsehen" auch Videoabruf verstehen und dass dies immer weniger an ein Fernsehgerät gebunden ist. Wie die Medienpolitik die Weichen für eine zeitgemäße Regulierung der konvergenten Medienwelt stellen will, erläuterte Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien von NRW und Vorsitzender der SPD-Medienkommission in einer Keynote. In einem satirischen Impuls der anderer Art empfahl der bekannte Kabarettist Django Asül der Fernsehbranche „mehr Irritation statt Faszination“, um für Nutzer und Zuschauer relevant zu bleiben. 

acrobatsymp2015 6475       Presseinformation (Gesamtüberblick)

acrobat     
Große Zuschauerumfrage (komplett)

acrobat      Programmflyer mit 40 TV-Facts

 

 

Impulsvortrag Django Asül | 28:40
Impulsvortrag Django Asül

Grußwort Andre Prahl, Mediengruppe RTL Deutschland

Keynote Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten

 

 


Veränderungen bei Nutzung, Inhalten, Produktion & Geräten

symp2015 7279Im ersten Teil des Symposiums wurden mit vier Vorträgen die Veränderungen in verschiedenen Bereichen umrissen. Laut Gerald Neumüller, Director Research bei SevenOne Media, wandle sich der Konsum von TV und Bewegtbild. So ermittelten die Forscher im jüngsten „Media Activity Guide“ der Sendergruppe, dass klassisches Fernsehen auf dem großen Bildschirm weiter die dominierende Nutzung ist – jedoch ergänzt um dynamisch wachsenden Bewegtbildabruf auf diversen anderen Geräten. Wolfgang Apel, Produktionsmanager ZDF verwies darauf, dass die Mainzer mit verschiedenen Inhalten und Formaten experimentieren. Auch die UFA als große Film-, Serien- und Showfirma hat ihre Produktionen diversifiziert, verdeutlichte Ernst Feiler, Head of Technology UFA Serial Drama, um näher am Zuschauer zu sein. Sein Appell an die Branche: "Flexibilität hilft überleben“. Für Gerätehersteller bedeuten die Veränderungen am TV- und Bewegtbildmarkt, dass sie eine breitere Produktpalette anbieten, sagte Thomas Nedder, Country Head Sony Deutschland. Wichtig seien die intuitive Bedienung und Vernetzung der smarten Geräte und ein breites Entertainment-Angebot. In einer Live-Session stellten sich die Redner den Fragen des Publikums.

acrobat     Vortrag Bewegtbildnutzung: Neumüller (SevenOneMedia)

acrobat     Vortrag Inhalte: Apel (ZDF)

acrobat     Vortrag Produktion: Feiler (UFA)

acrobat     Vortrag Gerätelandschaft: Nedder (Sony)

Q & A, Teil 1


Umbrüche bei Empfang, Auffindbarkeit, Geschäftsmodelle & Social Media

symp2015 7445Im zweiten Teil des Symposiums informierten vier Experten über AV-Umbrüche. Heftiger Wettbewerb prägt die Entwicklung der Infrastrukturen, betonte Florian Landgraf, SVP Product Development Vodafone Kabel Deutschland: Durch die Konvergenz von Mediennutzung und Kommunikation erwarten die Kunden komplette Services aus einer Hand. Die Bedeutung von Apps und Online-Angeboten für traditionelle Verlagshäuser hob Andreas Mauch von BurdaNews hervor. Um den Nutzern in der neuen Inhaltevielfalt das Auffinden der sie interessierenden Inhalte zu erleichtern, biete etwa „TV Spielfilm“ seinen elektronischen Programmführer mit integrierten Live-Streams von 140 Sendern an. Marcel Düe, Founder & Managing Director von tweek spannte den Bogen noch weiter: Erst durch die Integration von Social Media werde Auffindbarkeit und damit personalisierter TV-Video-Konsum attraktiv. Wie man den Wandel auch geschäftlich erfolgreich meistern kann, zeigte Dr. Malte Probst, Vice President PPV & VoD Business Sky Deutschland, in seinem Vortrag: Die klassische Pay-TV-Plattform bietet inzwischen attraktiven Content auf fast allen Wegen an, den die Kunden auf nahezu allen Bewegtbildgeräten nutzen können. In einer Live-Session stellten sich die Redner den Fragen des Publikums.

acrobat    Vortrag Infrastrukturen: Landgraf (Vodafone Kabel Deutschland)symp2015 7933

acrobat    Vortrag "Die neue Auffindbarkeit": Mauch (BurdaNews)

acrobat    Vortrag "TV und Social Media": Düe (tweek)

acrobat    Vortrag Geschäftsmodelle: Dr. Probst (Sky Deutschland)

 

Q & A, Teil 2

 


Panel: "Wie dramatisch verändert sich unsere Industrie?"

symp2015 8111Bei der abschließenden Podiumsdiskussion unter Moderation von Felix Seibert-Daiker herrschte trotzt unterschiedlicher Ansichten in Teilaspekten Einigkeit: TV ist heute nicht nur Television, sondern auch "Total Video". Zwar verfolge das ZDF eine „Multiscreen-Strategie“, erklärte Produktionsdirektor Dr. Andreas Bereczky: Allerdings sei Rundfunk nicht durch andere Verbreitungsverfahren zu ersetzen. Norbert Loskill als Expert-Fachhändler plädierte dafür, Konsumenten mit guter Beratung die Nutzung der vielfältigen AV-Welt zu erleichtern. Zumal auch der Mobilfunk, wie Ulrich Rehfueß von Nokia Networks betonte, zunehmend Bewegtbild anbiete und bei den Standards übergreifende Lösungen in Arbeit sind. Verena Pohl, angehende Medienmacherin bei CBC berichtete über den Wunsch des jungen Publikums an die Fernsehmacher, frecher und experimentierfreudiger zu sein. Und der Medienfachjournalist Wolfgang Tunze sprach sich dafür aus, Verbraucher besser zu informieren und aufzuklären. 

 

Podiumsdebatte

 

movie     Videos

acrobat      "TV Zukunft" EXTRA (Interview zum Symposium & Kurzporträts aller Akteure)

acrobat      "TV Zukunft" 01/2016 (Berichte zum Symposium)


Während der Veranstaltung hat das Startup Flimme mit Handys gedreht und die Video-Takes gepostet. ALEX TV, der offene Kanal Berlin, strahlte seinen Beitrag über das Symposium am 02. Dezember 19.00 Uhr aus - er ist auch im YouTube-Channel von ALEX TV zu sehen. Die Pressemitteilung zur Veranstaltung und Links zu Dokumenten in diesem Webauftritt hier. Fotos  unter MedienDownloads und ein Video der Veranstaltung unter Video-Audio-News. Die "TV Zukunft" EXTRA (PDF) beschäftigt sich nicht nur mit dem 24. Symposium der Deutschen TV-Plattform, sondern auch mit dem 25. Gründungsjubiläum des Vereins: Experten wagen mit "Agenda 2040" einen Ausblick und analysieren die Veränderungen.