Rundfunk ist immer eine Frage der TV-Empfangswege. Der Siegeszug des Fernsehens als Massenmedium seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist eng mit der Entwicklung der Infrastrukturen und dem Übergang von analoger zu digitaler Übertragung verbunden. Beim digitalen Fernsehen (Digital Video Broadcasting - DVB) werden speziell codierte Bild- und Tonsignale zwischen Sender und Empfängern in eigener Formatierung übertragen. Die hängt von den jeweiligen Übertragungswegen ab - deshalb unterscheidet man zwischen DVB-S für Satellit, DVB-C für Kabelnetze und DVB-T für terrestrische Sender. Relativ jung ist IPTV (Internet Protocol Television) - die IP-basierte Verbreitung von DVB-Fernsehen in breitbandigen Verteilnetzen, etwa aufgerüsteten Telefonleitungen.

Einer der Vorteile des digitalen Fernsehens: Es können mehr Programme über einen Übertragungsweg gesendet werden - die Kapazitäten von Antenne, Satellit oder Kabelnetz erhöhen sich beträchtlich. Statt einem Fernsehprogramm, das einen Sendeplatz belegt, passen digital bis zu einem Dutzend Programm-Datenströme in eine Frequenz (terrestrisch), einen Transponder (Satellit) oder in einen Kabelplatz. Damit ein herkömmliches (analoges) Fernsehgerät daraus wieder Programme für die Zuschauer erstellt, müssen die digitalen Datenströme allerdings in analoge TV-Signale zurück verwandelt werden. Dies geschieht entweder über die in TV-Geräte integrierten Empfangstuner oder durch eine Digital-Box (Set-Top-Box) bzw. einen für Digitalfernsehen geeigneten Empfänger (Receiver) bei Satellit bzw. Kabel. Selbst moderne (digitale) TV-Flachbildschirme brauchen passende Tuner und Module, um aus den im jeweiligen Rundfunkverbreitungsweg übertragenen Datenströmen wieder TV-Programme zu machen.

Digitales Fernsehen gibt es in Standard-Aulösung (SDTV) und als hoch auflösendes Fernsehen (HDTV) sowie neuerdings auch als Ultra HD (s. Themenbereich HDTV & Ultra HD). Selbst dreidimensional gibt es digitales Fernsehen: Ähnlich wie im Kino sind dafür aber spezielle Brillen nötig. Derzeit wird daran gearbeitet, 3DTV so zu übertragen und auf speziellen TV-Geräten darzustellen, dass es ohne Brillen konsumiert werden kann. Für die Verbreitung über terrestrische Netze gibt es auch so genanntes Handy-TV (DVB-H). Kombinationen beim TV-Empfang sind ebenfalls möglich: So gibt es einen Standard, der die Satelliten-Verbreitung mit Antennensystemen kombiniert (DVB-SH). Nicht alles gibt es aber in allen nationalen Märkten.

Was die Entwicklung bei TV-Verbreitungswegen für die TV-Branche und die Verbraucher bedeutet, wird Interessenten in diesem Themenbereich umfassend erklärt. Von Anbeginn setzen sich verschiedene Arbeitsgruppen der Deutschen TV-Plattform für eine Vielfalt und die Weiterentwicklung der Empfangswege für Digital-TV ein. Ihre Experten bringen ihr Wissen auch in Fach- und Verbraucherpublikationen ein, die auf dieser Website genutzt werden können. Dazu gibt es aktuelle Nachrichten aus der Branche zum Thema.

DVB T reihe


Neue Ära des Antennenfernsehens: Aus DVB-T wird DVB-T2 HD

dvb t2 hd logoFür das terrestrische Fernsehen in Deutschland brach am 31. Mai 2016 ein neues Zeitalter an. In vielen Ballungsgebieten gibt es jetzt erstmals via Antenne das, was bei Satellit, Kabel und IPTV längst Alltag ist: Das hochauflösende Fernsehen HDTV. Außer der verbesserten Bild-Qualität steigt auch die Zahl der verbreiteten Programme – rund 40 Sender sollen es im Regelbetrieb ab 29. März 2017 sein. Regional wird der Umstieg anschließend in mehreren Schritten erfolgen und soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein.

Basis für den Schritt vorwärts ist die Initiative DVB-T2 HD, in der ARD, die Medienanstalten, die Mediengruppe RTL Deutschland, die ProSiebenSat.1 Media SE, der VPRT und das ZDF zusammenarbeiten. Das Besondere an der Umstellung: In Deutschland kommt bei DVB-T2 erstmals weltweit das neue Videokompressionsverfahren HEVC (High Efficiency Video Coding) zum Einsatz. So können mehr Programme bzw. in besserer Qualität verbreitet werden. Das ist besonders wichtig, weil das Frequenzspektrum für das terrestrische Fernsehen knapper wird. Mit der Kombination von DVB-T2 und HEVC ist Deutschland internationaler Vorreiter – andere Länder werden dem Beispiel folgen.

Für Antennen-Haushalte bedeutet der Umstieg auf DVB-T2: Sie müssen sich neue Empfangstechnik zulegen, denn mit DVB-T2 HD endet das heutige Antennenfernsehen DVB-T. Gebraucht wird entweder ein neues TV-Gerät, oder ein Digitalreceiver, der den vorhandenen Fernseher fit für DVB-T2 HD macht. Weil der DVB-T2-Standard alleine für den Empfang des deutschen „DVB-T2 HD“ nicht ausreicht, gibt es ein Logo zur Orientierung der Verbraucher. Das grüne Logo "DVB-T2 HD" tragen Endgeräte, die der Mindestspezifikation für DVB-T2 HD entsprechen. Die technischen Mindestanforderungen, die der Logo-Nutzung zugrunde liegen, gibt es bei der Deutschen TV-Plattform, die auch das Nutzungsrecht für das Gerätelogo vergibt. Entsprechende Informationen bietet ein Web-Special
 


Internationale Familie der DVB-Standards

Auf Basis von Datenkompression, die von der Motion Picture Expert Group als Standard ständig weiter entwickelt wird und unter dem Kürzel MPEG inzwischen in mehreren Versionen vorliegt, werden immer leistungsfähigere DVB-Standards entwickelt. So ist inzwischen eine ganze DVB-Familie entstanden - für alle TV-Übertragungswege wie auch diverse TV-Formen (3DTV) und Kombinationen mit anderen Datenübertragungen (MHP). Zuständig dafür ist die ursprünglich europäische Initiative DVB Project, die 1993 gegründet wurde und heute eine weltweite Organisation zur Entwicklung und Standardisierung von digitalen Übertragungsspezifikationen mit über 270 Mitgliedern aus allen fünf Kontinenten ist (Sitz: Genf). Nach den ersten DVB-Standards für die verschiedenen Verbreitungswege gibt es inzwischen TV-Standards der zweiten Generation (DVB-S2, DVB-C2, DVB-T2). Zugleich ist absehbar, dass das digitale Fernsehen (DVB) bald das analoge Fernsehen komplett ablösen wird. Neben der effizienteren Übetragung von mehr Programm ist ein weiterer Vorteil des digitalen Fernsehens, dass es sich durch die Signalumwandlung in Ziffernfolgen auf einer "Augenhöhe" mit anderen Formen der Kommunikation befindet. Das heißt: Wenn Text, Fotos, Ton und Bewegtbild alles digitale Datenströme sind, können sie ineinander umgewandelt und miteinander kombiniert werden. Besonders ist das im neuen Kommunikationsmedium Internet zu sehen, das sich rasant ausbreitet. Auch die bislang klare Trennung zwischen Übertragungswegen für Massenmedien wie Radio und Fernsehen (terrestrische Sendenetze, Kabelnetze und Satellit) sowie den Verteilstrukturen für Individualkommunikation wie den Telefon- und Mobilfunknetzen verwischt: Es ist alles nur noch eine Frage der jeweiligen Bandbreite und des entsprechenden Datenformats sowie von Kodierung bzw. Modulation der Signale bei der Übertragung und Verteilung.

Entwicklung der TV-Empfangswege

War das Antennenfernsehen bis in die 1970er Jahre der einzige bzw. dominierende TV-Empfangsweg in Deutschland, haben sich mittlerweile die Verhältnisse komplett umgekehrt: Satellit und Kabel liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, während sich der terrrestrische Empfang klar vor IPTV etabliert hat. Dafür war das Antennenfernsehen der erste Übertragungsweg, der hierzulande komplett von analog auf digital umgestellt wurde (2002 - 2008). Satellit folgte dem Beispiel und schaltete im Frühjahr 2012 die Analog-Verbreitung ab. Nur noch die Kabelnetze bieten sowohl digitalen wie auch analogen TV-Empfang. Konkrete Zahlen nennt der aktuelle Digitalisierungsbericht, den die Landesmedienanstalten 2015 zum 11. Mal veröffentlichten. Demnach nutzen 84,7 Prozent der deutschen TV-Haushalte ausschließlich digitale Fernsehsignale (32,94 Mio). Während die Quote der ausschließlichen "Analog-Gucker" bis Mitte 2015 auf 11,5 Prozent sank (4,48 Mio). Auf 3,8 Prozent (1,48 Mio Haushalte) reduzierte sich der Anteil der TV-Haushalte, die beides nutzen. Insgesamt stieg der Digitalisierungsgrad in Deutschland im letzten Jahr um 4,7 Prozent auf insgesamt 88,5 Prozent. Wesentlich zum schneller Anstieg der Digital-Haushalte hat das Kabel beigtragen. Hundertprozentig digital sind seit Einführung in 1997 die IPTV-Haushalte. Bei den absoluten Reichweiten der einzelnen Übertragungswege sind seit einigen Jahren nur noch leichte Verschiebungen zu verzeichnen: Satellit und Kabel befanden sich mit 46,5 (18,1 Mio HH) bzw. 46,1 Prozent (17,9 Mio HH) quasi auf identischem Niveau. Drittstärkster Übertragungsweg bleibt die Terrestrik mit 9,7 Prozent (3,8 Mio HH) - in Ballungsräumen erreicht DVB-T sogar 17,5 Prozent. Zum Empfang am TV-Gerät kommen noch die mobilen Endgeräte (bspw. Laptop, tragbarer DVD-Player) sowie die stationären PCs und Laptops mit TV-Antennenempfang hinzu. IPTV kommt mit mit 1,9 Mio Haushalten auf 4,8 Prozent.

Engagement bei der IFA: Stand zu DVB-T2 HD im TecWatch

September 2016. Bei der IFA 2016 war das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD und der bevorstehende Umstieg darauf von DVB-T ein IFA Logo 2016TecWatch logoSchwerpunktthema der Deutschen TV-Plattform (Pressemitteilung). So informierte Holger Meinzer, Leiter der AG DVB-T2 HD & mobile Media und Vorstandsmitglied, bei der IFA-Pressekonferenz des Vereins am 2. September über DVB-T2 HD und präsentierte auch aktuelle Umfrage-Ergebnisse zum Thema. Unter dem Motto "Kleine Antenne, großes Fernsehen" informierte die Deutsche TV-Plattform auch an einem ihrer Stände im TecWatch (Halle 11.1, Stand 24b). Dort drehte sich alles um den Umstieg auf DVB-T2 HD, geeignete Geräte, die neue Programmvielfalt und Empfangbarkeit. Der Schwerpunkt lag auf der Aufklärung über das Geräte- und Antennen-Logo DVB-T2 HD, das als wichtige Orientierung für Handel und Verbraucher dient. Zur Veranschaulichung wurde das Live-Signal der bereits on air verfügbaren DVB-T2 HD Programme übertragen. Aktuelle Informationen und eine interaktive Geräteliste gibt es auch in unserem Webspecial. Alles zum IFA-Engagement mit Download-Möglichkeiten auf einer speziellen Webseite.


Stand im BMVi beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung

August 2016. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) BMVi 2016 DTVPhat die Deutsche TV-Plattform am 18. "Tag der offenen Tür" der Bundesregierung teilgenommen. An einem Stand im BMVi wurde das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD live demonstriert und die Besucher konnten sich über die laufende Umstellung von DVB-T informieren: über den Zeitplan und welche Geräte zum Empfang nötig sind. Auf besonderes Interesse stießen die informativen Flyer und Publikationen der Deutschen TV-Plattform und des bundesweiten Projektbüros DVB-T2 HD sowie die Aufklärung, die die Webspecials der beiden Organisationen zum Thema bieten. Darüber hinaus stellte sich die Deutsche TV-Plattform mit ihrem gesamten Leistungsspektrum bei der ersten Teilnahme an einem "Tag der offenen Tür" vor: u.a. mit ihren Arbeitsgruppen zu allen wichtigen Themen von Digital-TV und Bewegtbild.    


Logo und Mindestanforderungen auch für DVB-T2-Antennen

Juni 2016. Pünktlich zum Start der ersten Phase von DVB-T2 HD (31. Mai) und dem Beginn der Kongressmesse Antenne LogoANGA COM (7. Juni) erneuert die Deutsche TV-Plattform ihr Informations-Angebot für Handel und Verbraucher. Das bisherige Webspecial wurde erweitert und die Liste geeigneter Geräte aktualisiert. Künftig kennzeichnet das grüne Logo DVB-T2 HD auch Antennen, die die entsprechenden Mindestanforderungen erfüllen (Pressemitteilung). Notwendig für die Nutzung von DVB-T2 HD ist in jedem Fall die Anschaffung neuer Empfangstechnik (Fernseher bzw. Receiver). Wer Privatsender in HD sehen will, braucht entweder ein geeignetes Entschlüsselungsmodul für TV-Geräte bzw. Receiver oder ein von integriertes Gerät (freenet TV). Zwar sind für den Empfang von DVB-T2 HD prinzipiell keine neuen Antennen erforderlich: Die bisher für den DVB-T-Empfang verwendeten Zimmer-, Außen- oder Dachantennen können meist weiterverwendet werden. Wer sich aber neu für Antennenfernsehen entscheidet oder eine defekte Alt-Anlage ersetzen will, möchte in bestmögliche Qualität investieren. Deshalb haben Experten der Deutschen TV-Plattform Mindestanforderungen für DVB-T2-taugliche Antennen definiert (Dokument). Diese erhalten auf Antrag und in Abstimmung mit dem Runden Tisch der Landesmedienanstalten das DVB-T2 HD-Logo. Ziel ist es, mit dem Logo Kunden eine Orientierungshilfe auch beim Kauf von Antennen zu geben.


Deutsche TV-Plattform bei der ANGA COM: Paneldiskussion und Messestand zu DVB-T2 HD

Mai 2016. DVBT2HD Logo KarteDVB-T2 HD und mobile TV stehen beim Engagement der Deutschen TV-Plattform bei der ANGA COM vom 7. bis 9. Juni in Köln im Mittelpunkt (Pressemitteilung). Am Messestand des Vereins in der Lobby zwischen den Ausstellungshallen zeigt der Verein DVB-T2 HD live und informiert über das Geräte-Logo. Neu ist eine Karten mit wichtigen Informationen für Hersteller und Handel - neben Aufklärung für Verbraucher. Vorgestellt werden auch die neueste Version der Implementation Guidelines, die ergänzend zu den Minimum Requirements Grundlage für die Nutzungsrechte des Logos sind, und das DVB-T2 HD-Antennenlogo. Die Nutzungsrechte am DVB-T2 HD-Logo vergibt die Deutsche TV-Plattform im Auftrag der Medienanstalten. Inzwischen sind zahlreiche Fernseher und Receiver zertifiziert - demnächst auch Antennen. Im Rahmen des ANGA COM-Kongresses erörtern am 07. Juni 2016 von 16.15 bis 17.30 Uhr außerdem Branchenexperten beim Strategiepanel der Deutschen TV-Plattform und des Kabelverbandes ANGA die Chancen von DVB-T2 und Mobilfunk zum Business Case Mobile TV unter der Moderation von Jürgen Sewczyk (JS Consult/Eutelsat), Vorstandsmitglied der Deutschen TV-Plattform. Dabei konstatierten sie laut Pressemitteilung ein Kopf-an-Kopf-Rennen für Mobil-TV.


Fit für Start des neuen Antennenfernsehens: Deutsche TV-Plattform vergibt DVB-T2 HD-Gerätelogo

März 2016. dvb-t2-hd-logoMit der ersten Stufe der Einführung des neuen digitalen Antennenfernsehens beginnt in Deutschland am 31. Mai 2016 die Ausstrahlung von DVB-T2 HD. Für den Empfang der zweiten Generation des digitalen Terrestrik-Standards sind neue Endgeräte notwendig. Die Deutsche TV-Plattform vergibt das entsprechende Logo für geeignete Fernseher und Receiver und veröffentlicht erstmals die Liste der für DVB-T2-Programme geeigneten HEVC-Geräte. Sie ist in einem Web-Special des Vereins zusammen mit umfangreichen Informationen zu DVB-T2 HD abrufbar (Pressemitteilung). "Das grüne DVB-T2 HD-Logo gibt Handel und Verbrauchern eine wichtige Orientierung“, erläutert die Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform, Carine Chardon: „Die Auswahl der geeigneten Empfangsgeräte für DVB-T2 HD steigt aktuell rasant: Wir haben bereits über 100 Geräte zertifiziert, die das Logo tragen dürfen, und damit fit sind für den Empfang von DVB-T2 HD.“ 


Geräte von neun Firmen tragen bereits das Logo für DVB-T2 HD

Januar 2016. tvz 1 16 dvbt2hd logoNachdem Gerätehersteller erste DVB-T2 HD-Empfänger bei der IFA 2015 vorgestellt haben laufen entsprechende Anträge für das grüne Gerätelogo. Dessen Vergabe ist an die Einhaltung von Mindestspezifikationen gebunden und die Verwaltung wurde durch die Initiative DVB-T2 HD an die Deutsche TV-Plattform übergeben. Wie deren Geschäftsführerin Carine Chardon in der jüngsten Ausgabe der "TV Zukunft" (01/2016) bekannt gab, haben bisher "neun Marken von uns die Erlaubnis erhalten, das grüne Logo DVB-T2 HD für angemeldete Geräte zu verwenden". Sie gehe davon aus, dass die große Nachfrage erst in 2016 zu erwarten sei. "Voraussichtlich ab März 2016 wird die Liste der lizenzierten Geräte in unserem Web-Special zu finden sein, und fortlaufend aktualisiert", kündigte Frau Chardon an. Für den Verbraucher ist das grüne Logo eine Orientierungshilfe beim Gerätekauf. Geräte, die das grüne Logo tragen, sind in der Lage, DVB-T2-Dienste in Deutschland zu empfangen und darzustellen. Das allgemeine Standard-Logo „DVB-T2”, so die Geschäftsführerin, "gibt noch keinen ausreichenden Anhaltspunkt für den Empfang von DVB-T2 HD, da in Deutschland der Kompressionsstandard HEVC zum Einsatz kommt, der nicht Teil von DVB-T2 ist". Zudem gebe das "grüne Logo einen Hinweis darauf, dass am Gerät eine Schnittstelle für ein Entschlüsselungs-Modul vorhanden ist". Das wird für den Empfang der verschlüsselten Multiplexe mit privaten HD-Programmen benötigt.


DVB-T2 HD als Schwerpunkt-Thema beim IFA-Engagement 2015

dvb t2 hd flyerSeptember 2015. Der anstehende Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD in Deutschland (Web-Special) war eines der Schwerpunkt-Themen des Engagements der Deutschen TV-Plattform bei der 55. IFA in Berlin. So war am Stand des Vereins im TecWatch das Testsignal des Berliner Pilotprojekts live zu sehen. Außerdem gab es einen Flyer mit Fragen & Antworten als Basis-Information für Handel und Verbraucher. Unter der Moderation von Carine Chardon, Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform fand auch eine Veranstaltung im TecWatch-Forum am 6. September unter dem Titel "Von DVB-T zu DVB-T2: Das neue Antennenfernsehen kommt in HD" statt. In Vorträgen informierten Stefan Schinzel (Media Broadcast) zum "Übergang von DVB-T zu DVB-T2 HD”, Veit Olischläger (Projektbüro DVB-T2 HD) über "Verbraucherkommunikation zur Umstellung“ und Dr. Helmut Stein (DVB Project) über den internationalen Erfolg von DVB-T2 (Vorträge). In der abschließenden Podiumsdebatte mit den drei Vortragende vertrat Robert Lüneberger (TechniSat) die Geräteindustrie, die sich aktiv für den Übergang von DVB-T zu DVB-T2 HD vorbereitet.

 


ANGA COM: Deutsche TV-Plattform demonstriert DVB-T2 HD

unterzeichnungJuni 2015. Mit einem hochrangig besetzten Strategiepanel und einer Live-Demo an ihrem Messestand beteiligte sich die Deutsche TV-Plattform bei der ANGA COM in Köln (PresseInformation). Passend dazu zeigte der Verein an seinem Stand in der Lobby zwischen den Messehallen TV-Geräte, die mit HEVC-Kompression sowohl für das künftige HDTV-Antennenfernsehen als auch für Ultra HD über andere TV-Empfangswege wie Satellit bestens gerüstet sind. "Die Orientierung im Endgerätemarkt als Hilfestellung für die Verbraucher ist ein zentrales Anliegen beim Umstiegsprozess. Die Deutsche TV-Plattform freut sich, hierbei tatkräftig zu unterstützen", erklärte Vereins-Geschäftsführerin Carine Chardon beim Strategiepanel in Kooperation mit dem Kabelverbandes ANGA. Die Herausforderungen der Umstellung dieskutierten Andreas Bereczky (ZDF), Wolfgang Breuer (Media Broadcast), Thomas Fuchs (Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein), Andre Prahl (CBC / Mediengruppe RTL Deutschland) und Markus Zumkeller (Sony Technology & Engineering Europe) unter der Moderation von Jürgen Sewczyk (JS Consult/Eutelsat), Vorstandsmitglied und Leiter der AG Smart-TV der Deutschen TV-Plattform unter dem Titel "DVB-T2 HD: Endspurt zum Umstieg!".


 

Digitalisierungsbericht 2016: Analog-Umstieg im Kabel bis 2018

September 2016. Die vollständige Digitalisierung des Fernsehempfangs ist in Deutschland auf der Zielgeraden – das belegen die Zahlen digitalisierungsbericht 2016 coverdes neuen Digitalisierungsberichts medienanstaltender Medienanstalten, der am 6. September in Berlin präsentiert wurde. So ist die Digitalisierung in den deutschen TV-Haushalten im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte auf 92,3 Prozent angestiegen. Das entspricht rund 35 Millionen Haushalten. Die Digitalisierungsquote im Kabel stieg um zehn Prozentpunkte auf 82,1 Prozent, variiert jedoch regional: Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg liegen vorne. Der Anteil der ausschließlich analogen Kabelhaushalte an allen Kabel-TV-Haushalten liegt bei 16,8 Prozent. Gleichzeitig setzt sich der leichte Rückgang in der Terrestrik fort, wie TNS Infratest in einer Untersuchung feststellte: Fernsehen über DVB-T empfangen bundesweit 9 Prozent oder 3,4 Millionen TV-Haushalte. In den Haushalten, die ausschließlich DVB-T empfangen, bleibt die Nutzung jedoch stabil - sowohl bundesweit als auch in den Kernregionen, wo zusätzlich zu den öffentlichen-rechtlichen auch die privaten Programme empfangen werden können. IPTV hingegen legt um 1,4 Prozentpunkte zu auf 6,2 Prozent. Kabel und Satellit liegen nahezu gleichauf (45,9 gegenüber 46,5 Prozent der TV-Haushalte) und bleiben weiter die meistgenutzten Übertragungswege. Mit einem Digitalisierungsgrad von deutlich über 80 Prozent sei die Marke, die üblicherweise Maßstab für einen Analog-Digital-Umstieg ist, deutlich überschritten, erklärte Siegfried Schneider, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). Deshalb werden die Medienanstalten zu einem Runden Tisch einladen mit dem Ziel, die "analoge Verbreitung des Kabelfernsehens im Jahr 2018 zu beenden" (Pressemitteilung)


Umstellungstermin für DVB-T2 HD und Preis für freenetTV bekannt gegeben

Juli 2016. Der Sendenetz- und Plattformbetreiber Media Broadcast hat weitere Details zum DVB-T2 HD-Angebot freenetTV bekannt gegeben (Pressemitteilung). Demnach freenetTV logosoll der Regelbetrieb von DVB-T2 HD und der Plattform am 29. März 2017 starten. gfu it night2014Dann wird in 18 Ballungsräumen vollständig auf den neuen Standard umgestellt, mit dem neben rund 20 öffentlich-rechtlichen Sendern in HD, über freenetTV zusätzlich alle beliebten Privatsender in HD empfangen werden können. Der Service freenetTV wird ab dem 1. Juli 2017 für 69 Euro pro Jahr erhältlich sein und ist dann mit einer Reichweite von über 80 Prozent der Haushalte bundesweit verfügbar. Beim Kauf der neuen Empfangsgeräte bzw. von Modulen mit dem Label freenetTV erhalten Kunden eine individuelle 3-monatige Freischaltung ohne Bezahlung. Die kostenpflichtige Freischaltung der privaten Sender ab 1. Juli 2017 erfolgt dann ganz einfach per Telefon oder Mail. Im neuen Webauftritt von freenet.tv gibt es neben einem Empfangscheck und einer Geräteliste (mit Kaufoption) auch die Möglichkeit, sich als Kunde anzumelden. Zum HD-Privatprogrammpaket gehören neben RTL HD, ProSieben HD, SAT.1 HD und VOX HD (seit 31. Mai 2016) auch viele weitere HD-Programme wie RTL NITRO, SUPER RTL, RTL II, n-tv, kabel eins, sixx, SAT.1 Gold und ProSiebenMAXX. Dazu kommen noch attraktive Zusatzdienste in HbbTV, die Zuschauer über das Internet direkt auf dem TV-Bildschirm nutzen können, wie der freenet AG-Vorstand Christoph Vilanek bei der Veranstaltung gfu Insights & Trends in Berlin bekannt gab. Er kündigte in seinem Vortrag ab 2017 auch freenetTV-Technik für den portabel-mobilen Empfang von DVB-T2 HD an anderen Bildschirmgeräten als dem Fernseher an. 


Jahrbuch der Medienanstalten: Kabel soll bis 2018 vollständig digital werden

Juni 2016. medienanstalten logoKabel in Deutschland ist heute zu 77,1 Prozent digital – das ist eine von vielen spannenden cover Jahrbuch LMAs 2016Zahlen zur Rundfunklandschaft in Deutschland, die aus dem neuen Jahrbuch der Medienanstalten hervorgeht. Die digitale Empfangsquote im Kabel ist damit innerhalb eines Jahres um 6,4 Prozent gestiegen. Setzt sich der Trend fort, wird spätestens Anfang 2017 die Marke von 80 Prozent erreicht, die üblicherweise für einen Analog-Digital-Umstieg Maßstab ist, heißt es in einer Pressemitteilung. Siegfried Schneider, der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM): „Diese Zahlen bestärken die DLM in ihrem Ziel, die analoge TV-Verbreitung über Kabel im Sinne der Fernsehzuschauer und der Nutzer digitaler Medienangebote bis 2018 zu beenden. Schließlich bindet die analoge TV-Verbreitung nach wie vor hohe Netzkapazitäten, die schon heute und erst recht in Zukunft immer dringender für HDTV und Internetangebote benötigt werden.“ Die DLM habe daher im Prozess des Umstiegs eine Moderatorenrolle beim nötigen Austausch der Fernsehveranstalter, der Kabelnetzbetreiber und der Wohnungswirtschaft übernommen. Insgesamt macht der digitale TV-Empfang den aktuellen Studienergebnissen des neuen Jahrbuchs zufolge gut 90 Prozent der Fernsehwelt aus: Rund 34,3 Millionen TV-Haushalte in Deutschland nutzen an mindestens einem Gerät digitales Fernsehen über einen der klassischen Empfangswege Satellit, Kabel, Antenne oder IPTV. Die Digitalisierung des Hörfunks ist im Jahr 2015 ebenfalls deutlich vorangeschritten – auch dazu liefert das neue Jahrbuch Fakten. Es dokumentiert die Arbeit der 14 Landesmedienanstalten sowie deren länderübergreifende Zusammenarbeit in den gemeinsamen Gremien und Kommissionen.


Fußball-EM und Sommer-Olympiade über alle TV-Empfangswege

Juni 2016. Diefussball em 2016 Fußball-Europameisterschaften in Frankreich und die Olympischen Sommerspiele in Brasilien sind für deutsche Fernsehzuschauer multimedial über alle TV-Empfangswege nutzbar. Vom 10. Juni bis 10. Juli und vom 4. bis 21. August dominieren die Sport-Highlights die TV-Sportberichterstattung. Vor allem ARD und ZDF arbeiten so intensiv wie nie zuvor zusammen. Insgesamt 45 der 51 EM-Spiele werden von den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern live übertragen - neu ist Sat.1, die über eine Sublizensierung insgesamt sechs parallel stattfindende Vorrundenspiele in SAT.1 und sowie im kostenlosen Livestream auf ran.de zeigen. Das UEFA-Signal wird durch Beiträge eigener Kamera- und Reporterteams ergänzt. Zu sehen sind die EM-Spiele über Satellit, Kabel und Antenne sowie via IPTV. Erstmals gibt es auch beim neuen Antennenfernsehen DVB-T2 die EM und Olympia in HDTV. Über die entsprechenden Apps der Sender bzw. Online-Portale ist die EM-Berichterstattung ebenfalls mobil mit portaolympia 2016blen Bildschirmgeräten empfangbar - als Livestream und zeitversetzt als Video-Abruf.

Bei der Olympia-Berichterstattung werden ARD und ZDF im täglichen Wechsel rund 280 Stunden live senden. Hinzu kommen 40 Stunden Olympia-Zusammenfassungen und rund 1000 Stunden Livestreams auf den Online-Seiten der Sender. Zusätzlich zum TV-Hauptprogramm gibt es bis zu sechs parallele Livestreams von parallelen Wettkämpfen. Im Video-on-Demand-Angebot gibt es bis zu 60 Abrufvideos pro Tag. Besonders bei Olympia spielt der Smart-TV-Standard HbbTV seine Stärken aus: Die zusätzlichen Livestreams sind auch über den roten Knopf der TV-Fernbedienung aufrufbar - natürlich nur für Besitzer von Smart-TVs. Die moderne Digital-Technik nutzen vor allem ARD und ZDF für barrierefreie Berichterstattung: Untertitelungen für gehörlose und schwerhörige Zuschauer werden ebenso bereitgestellt wie es auch eine Audiodeskription für Sehbehinderte und Blinde.


Media Broadcast startet mit freenetTV neue digitale Plattform für HD-Antennenfernsehen

Mai 2016. freenetTV logomediabroadcast logoMit dem Start von DVB-T2 HD in 18 Ballungsräumen in Deutschland führt der Plattformbetreiber Media Broadcast zugleich freenetTV ein (Pressemitteilung). Damit haben Zuschauer ab dem 31. Mai 2016 Zugang zu den verschlüsselten privaten TV-Programmen beim neuen digitalen Antennenfernsehen DVB-T2 HD. Zunächst sind in einem vorläufigen Programmpaket die Sender RTL, ProSieben, SAT.1 und VOX in Full-HD-Qualität kostenfrei und zusätzlich zum bestehenden DVB-T-Programmangebot empfangbar. Sie werden mit den frei empfangbaren Programmen Das Erste und ZDF in HD in jeweils einem zusätzlichen Multiplex in den Start-Gebieten verbreitet. Geeignete integrierte Empfangsgeräte und Module für die mit dem DVB-T2 HD-Logo versehenen Receiver und TV-Flachbildschirme stehen unter der Marke freenetTV ab Mitte Mai 2016 im Handel zur Verfügung. Die Plattform steht bis 29. März 2017 kostenfrei zur Verfügung. Dann beginnt der DVB-T2 HD-Regelbetrieb und das Angebot von freenetTV wächst auf über 20 private Programme. Da die privaten HD-Programme, wie auch bei anderen Verbreitungswegen, via DVB-T2 HD mit einem Signalschutz übertragen werden, fällt für deren Empfang ab diesem Zeitpunkt – nach einer zusätzlichen dreimonatigen Gratisphase für Modul- bzw. Gerätekäufer – ein monatliches Zugangsentgelt im mittleren einstelligen Euro-Bereich an. Die Freischaltung erfolgt beispielsweise über Prepaid-Angebote – ohne umständliche Vertragsbindung oder Smartcard. freenetTV ist zudem auch für den Empfang unterwegs geeignet - entsprechende Zusatzgeräte für mobilen und portablen Empfang kommen in den Handel.


ARD beteiligt sich mit HD in 1080p50 an DVB-T2 HD

April 2016. ard logoDie ARD beteiligt sich an der ersten Stufe von DVB-T2 HD mit ihrem Gemeinschaftsprogramm Das Erste HD in 1080p50 (Full-HD) – kostenfrei und unverschlüsselt. Der Empfang wird in 18 Regionen Deutschlands zusätzlich zur regulären Programmverbreitung über DVB-T möglich sein. Die Gebührenzahler können so in diesem Sommer die Fußball-EM und die Olympischen Sommerspiele in bester HD-Qualität genießen. „Die Einführung von DVB-T2 HD bedeutet für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer eine deutlich gesteigerte Bildqualität und eine höhere Programmanzahl, so wird der terrestrische Verbreitungsweg auch in der Zukunft eine bedeutende Rolle spielen.“, so Dr. Ulrich Liebenow, Betriebsdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks und Vorsitzender der Produktions- und Technikkommission von ARD und ZDF. Im Frühjahr 2017 zum Start des Regelbetriebs von DVB-T2 HD soll das ARD-Programmangebot auch die regionalen Dritten Programme beinhalten. Die Umstellung aller ARD-Empfangsgebiete von DVB-T auf DVB-T2 HD erfolgt dann sukzessive und soll Mitte 2019 abgeschlossen sein. Details unter ARD digital. Auch das ZDF, die Mediengruppe RTL Deutschland und die ProSiebenSat.1 Media SE haben bereits ihre Teilnahme an DVB-T2 HD mit Full-HD-Programmen erklärt.


UnityMedia beendet analoges TV im Kabel 2017 - bundesweit streben Landesmedienanstalten 2018 an

April 2016. Am 30. Juni 2017 wird die Verbreitung von analogen TV-Programmen in den Unitymedia-Netzen dreier Bundesländer eingestellt. Der führende Kabelnetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg setzt damit einen weiteren Meilenstein bei der Volldigitalisierung der Kabelnetze in Deutschland. Gemeinsam mit den zuständigen Landesmedienanstalten informiert Unitymedia Kunden und Verbraucher über die weiteren Schritte in eine digitale TV-Zukunft auf einer speziellen Webseite. Die Direktoren der drei Landesmedienanstalten begrüßten bei der Präsentation den Schritt von Unitymedia (Pressemitteilung) und betonten den "hohen Mehrwert" durch die vollständige Umstellung von analog auf digital im Kabel.


Zweite Generation des Antennenfernsehens startet in Deutschland als DVB-T2 HD am 31. Mai 2016

März 2016. DVB T2 HD Empfang 2016 Stufe1Mit der ersten Stufe der DVB-T2-Umstellung beginnt in Deutschland am 31. Mai 2016 die Einführung des hochauflösenden Antennenfernsehens DVB-T2 HD. Zunächst werden jeweils ein zusätzlicher Multiplexes für DVB-T2 HD in 18 Ballungsräumen aufgeschaltet (Pressemitteilung Media Broadcast). Weltweit ist der Standard bereits in über 50 Ländern im Einsatz oder in der Einführung – hierzulande erfolgt sie mit einer Besonderheit: DVB-T2 wird mit dem neuen Videokompressions-Standard HEVC (High Efficiency Video Coding, H.265) kombiniert, um die knappe Frequenzressourcen bestmöglich auszuschöpfen. Mit DVB-T2 und HEVC werden künftig in Deutschland rund 40 Programme überwiegend in HDTV-Bildqualität zum Antennenempfang verbreitet (Pressemitteilung Projektbüro). Für die Nutzung von DVB-T2 HD ist ein geeignetes Empfangsgerät notwendig. Beim Geräteerwerb sollte auf das grüne Logo „DVB-T2 HD“ geachtet werden. Der Begriff symbolisiert das deutsche DVB-T2-System, also die Kombination des neuen Standards mit dem Kompressionsverfahren HEVC. Das Logo dient zugleich als Kennzeichnung für Endgeräte: Es wird von der Deutschen TV-Plattform an Empfangsgeräte lizensiert, die den Mindestanforderungen für den Empfang von DVB-T2 in Deutschland entsprechen. Dazu gehört neben HEVC auch die Schnittstelle für Entschlüsselungssysteme. Denn wie bereits bei den anderen Rundfunkinfrastrukturen wird auch beim neuen Antennenfernsehen das HD-Programmbouquet der werbefinanzierten Privat-TV-Sender verschlüsselt ausgestrahlt. Für die Nutzung dieser Programme ist daher neben dem DVB-T2 HD-Empfangsgerät auch eine Entschlüsselungs-Vorrichtung notwendig, die als externes Modul über den CI-Plus-Schacht ergänzt werden kann. Alternativ gibt es auch Set-Top-Boxen, bei denen das Entschlüsselungssystem bereits im Gerät integriert ist (Geräteliste).


IMB5: Demonstration von TV über neuen Mobilfunk

Januar 2016.IMB5Wie lassen sich Fernsehprogramme mit LTE/5G übertragen und welche technischen Optionen bieten sich damit für die Zeit nach DVB-T2 HD an? Diese Frage untersucht das bayerische Forschungsprojekt IMB5 (Integration von Mobilfunk und Broadcast in LTE/5G), das seine Ergebnisse bei einer Informationsveranstaltung in Berlin vorstellte. Die 5. Generation des Mobilfunks (5G) soll ab 2020 marktreif werden und die Leistungsfähigkeit der Übertragungsnetze und Endgeräte deutlich steigern. Mit der Einführung von 5G könnte ein Markt mit Millionen von Smartphones und Tablet-PCs als potentiellen TV-Empfängern entstehen. Im Forschungsprojekt IMB5 evaluieren unter der Leitung des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) ein Konsortium von Fraunhofer IIS, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Nokia, Rohde & Schwarz und den assoziierten Partnern Bayerischer Rundfunk sowie BMW Forschung und Technik die Entwicklungsfähigkeit des eMBMS-Mobilfunkmodus (evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) für Fernsehsignale. Die Ansätze befinden sich gegenwärtig in einem sehr frühen Forschungsstadium und wirken sich daher nicht auf die bevorstehende Einführung von DVB-T2 HD in Deutschland aus, hieß es bei der Veranstaltung (Pressemitteilung).


ProSiebenSat.1 entscheidet sich für Antennen-TV in 1080p50

Januar 2016. p7s1mediase logo neudvb-t2 hd logoNach dem ZDF und der der Mediengruppe RTL Deutschland hat sich ein weiteres großes Senderhaus in Deutschland für eine Ausstrahlung seiner Programme in HDTV mit 1080p50 entschieden. Wie ProSiebenSat.1 bekannt gab, werden die Free-TV-Sender der Gruppe im Rahmen des neuen digitalen terrestrischen Fernsehen DVB-T2 HD im sogenannten Full-HD angeboten. Damit werden ProSieben, SAT.1, kabel eins, sixx, SAT.1 Gold und ProSieben MAXX zum Start von DVB-T2 HD in einer Bildauflösung von 1080p50 ausgestrahlt. Die Entscheidung der Münchner fiel nach einem Testverfahren, bei dem unter anderem die HD-Bildqualität unter realen Bedingungen erprobt wurde. Media Broadcast als Sendenetz- und Plattform-Betreiber begrüßte die Ankündigung der ProSiebenSat.1 Group und verwies auf die im 2. Quartal 2016 beginnende Einführungsphase von DVB-T2 HD in Deutschland. Damit wird erstmals HDTV über das digitale Antennenfernsehen übertragen (Web-News). Zunächst ist ein Angebot von voraussichtlich sechs HD-Programmen geplant, die in mehreren Ballungszentren ausgestrahlt werden. Für das 1. Quartal 2017 ist der Start des Regelbetriebs mit rund 40 öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Programmen geplant. Daneben wird es die multithek als HbbTV-Portal geben, das klassische Fernsehender mit Internet-Kanälen, Apps und Online-Videoabruf verknüpft. Außerdem soll es weitere Zusatzangebote wie themenbasierte Senderpakete geben.


DVB Project veröffentlicht Bericht zur Perspektive des terrestrischen Rundfunks

Dezember 2015. Das weltweite DVB Project hat einen Bericht zur Langzeit-Perspektive für den terrestrischen Rundfunk veröffentlicht.DVB Der 80 Seiten starke "Study Mission Report" unter dem Titel "A long term vision for teresstrial broadcast" enthält eine umfangreiche Analyse der Antennenverbreitung (20 Key Context Factors), der technischen Umgebung und ihrer Veränderung. Daraus werden Schlussfolgerungen für das ein Liefer- und Anforderungs-Modell gezogen sowie externe Analyen ausgewertet. Das alles mündet in 14 Visionen für die Zukunft des terrestrischen Rundfunks (S. 59 & 60) und 14 konkrete Handlungsempfehlungen (S. 61 & 62). In der Zusammrenfassung steht: Terrestrischer Rundfunk als etablierte Technologie für die Bereitstellung von Medien und Unterhaltung weltweit hat die Chance, in Richtung globale Mobilfunk-Standards zu konvergieren. Die große Herausforderung für terrestrische Broadcast-Plattformen besteht darin, neue Medienanforderungen besser bedienen zu können und miteinander zu verbinden. Dabei kann DVB nicht allein über die Zukunft der Rundfunk-Terrestrik entscheiden - nötig sind konkrete Maßnahmen der Rundfunkanbieter insgesamt.


WRC 15 sichert terrestrische Frequenzen für Digital-TV bis 2023

November 2015. Die WRC 15 ITUWorld Radiocommunication Conference (WRC) berät vom 2. bis 27. November in Genf über die nächste Generation des Mobilfunks (5G), effizientere Datenübetragung und eine neue Aufteilung der begehrten Frequenzen. So sollen laut der Internationalen Fernmeldeunion mit ihren 193 Mitgliedstaaten dreidimensionale TV-Sendungen auf dem Handy ebenso möglich sein wie die satellitengestützte Steuerung von Autos ohne Fahrer oder ferngesteuerte Operationen. Voraussetzung ist nicht nur die Einigung auf Eckpunkte der 5G-Technologie, sondern auch auf geeignete Frequenzbereiche und Bandbreiten ab 2020. Dabei einigten sich die Delegierten in Genf darauf, dass das UHF-Band (470-694 MHz) in der ITU-Region 1 (Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Zentralasien) bis mindestens 2023 ausschließlich terrestrischen TV-Diensten vorbehalten bleibt. Es wurde mit überwältigender Mehrheit beschlossen, dass es im 470-694-MHz-Band weder sofort noch auf der WRC-19 in vier Jahren Änderungen geben wird. Stattdessen soll erst auf der WRC-23 die Frequenznutzung im gesamten UHF-Band (470-960 MHz) ergebnisoffen überprüft werden. Damit sind laut IRT (Pressemitteilung) auch in Deutschland für die Umstellung des digitale Antennenfernsehens von DVB-T auf DVB-T2 HD sowie für drahtlose Produktionsfunksysteme die nötigen Frequenzen gesichert.


Umstieg auf DVB-S2 schreitet voran: Auch Kabelkunden betroffen

November 2015. Mitte November wird Deutschlands größter Pay-TV-Anbieter Sky komplett von DVB-S auf DVB-S2 umsteigen. Das betrifft zunächst die Verbreitung über Satellit (Astra 19,2 Grad Ost), aber via Kopfstellenempfang auch Kabelkunden. Für die Kunden bringt das ggf. neue Suchläufe an den Receivern mit sich. Der Anbieter verspricht dadurch den Ausbau seiner HDTV-Angebote. Die SDTV-Programme können mit MPEG 4 effektiver verbreitet werden. Letztlich sollen frei werdende Satellitentransponder auch für künftige Ultra HD-Programme genutzt werden.


Digitalterrestrik wird aktiv ausgebaut: DAB+ und DVB-T2 HD

Oktober 2015. Für die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD laufen in Deutschland aktiv die Vorbereitungen - besonders beim Sendenetz- und Plattform-Betreiber Media MTM-PanelBroadcast. Beim Panel "Terrestrik Reloaded: DVB-T2 zwischen Trial und Launch" auf den Münchner Medientagen informierte das Mitglied der Deutschen TV-Plattform über den Übergangsprozess. Mit dabei: Dr. Andreas Bereczky, Produktionsdirektor des ZDF und Vizechef des Vereins, sowie Vorstandsmitglied Markus Zumkeller (Sony). Zugleich gab das Unternehmen den Ausbau und die Umrüstung von Sendestandorten bekannt (Presse-Infos), die zum Teil zu zeitweiligen Abschaltungen führen. Das betrifft sowohl das Pilotprojekt in Berlin wie auch Leipzig und Schwerin - für Digitalradio laufen die Umrüstungen an etlichen weiteren Sendestandorten für DAB+. Bis Ende 2016 soll deren Zahl von 61 auf 110 steigen und die flächenmäßige Netzabdeckung für stationären und Mobilempfang ausgebaut werden. Für DVB-T2 HD hat das zuständige Projektbüro auch eine schematische Darstellung der Belegung der Multiplexe mit Zeitplan der phasenweisen Umstellung als Info-Grafik veröffentlicht.


Digitalisierungsbericht 2015 und ANGA-Studie zeigen neue Trends auf

September 2015. cover digitalisierungsbericht 2015Auf neue Trends bei der Rundfunknutzung verweist der Digitalisierungsbericht 2015, den die Medienanstalten wieder auf Basis von aktuellen Untersuchungen von TNS Infratest erstellt haben. Im Mittelpunkt stehen Daten und Fakten zum Stand der Digitalisierung auf den verschiedenen Rundfunkübertragungswegen sowie allgemein der Nutzung von Videoinhalten auf digitalen Endgeräten. Dabei wurde wenig Veränderung hinsichtlich der Verteilung der TV-Empfangswege in Deutschland konstatiert. Auch liege im Wettstreit der Bildschirme das TV-Gerät noch deutlich vor Smartphones und Tablets. Im Analyseteil 2015 geht es auch um HDTV, Streaming und VoD sowie die Veränderungen bei der Radioverbreitung. Dabei stellen die Privatfunk-Kontrolleure einen deutlichen Anstieg der HDTV-Nutzung fest (+10 auf 48,1 Prozent aller Haushalte), wobei IPTV der Treiber ist. Neben einer schnelleren Digitalisierung des Kabels werden im Bericht auch Multiscreen-Nutzung sowie Smart-TV behandelt. Bei der Vorstellung des Digitalisierungsbericht in Berlin fand eine Paneldiskussion u.a. zu Gründen für das Festhalten am analogen TV-Empfang statt (Presse-Info).

Zugleich hat der Kabelverband ANGA eine Studie zum "Medienkonsum der Zukunft" vorgestellt. Fazit des Kursbuches der Strategieberatung Goldmedia: Die Nachfrage nach Bandbreite wächst rasant. Beim Wandel der Mediennutzung werden auf Basis einer repräsentativen Online-Befragung fünf Trends identifiziert und ihre Auswirkungen auf die Kabelbranche analysiert (Presse-Info).


Ziel 2018: Kabel in Deutschland nimmt Kurs auf komplett digital

ANGA evJuli 2015. Seit der Abschaltung der analogen Satellitenverbreitung 2012 ist das Kabel der einzige TV-Verbreitungsweg in Deutschland, der noch analoges Fernsehen bietet. Die meisten Kabelnetze sind schon komplett digital und über 70 Prozent der Kabelkunden sehen Digital-TV. Der Zuwachs von 22 Prozent in 2014 lässt laut Kabelverband ANGA erwarten, dass bis 2018 mit 90 Prozent Digital-Kabel-Haushalten die notwendigen Voraussetzungen für die Einstellung des analogen Kabelfernsehens erfüllt sind. „Schon heute können Kabelkunden mühelos zum – in jeder Hinsicht – besseren digitalen Empfang wechseln. Vielen Kunden, die noch analog schauen, ist das nur nicht bewusst”, sagt ANGA-Präsident Thomas Braun. Im Juli hatte Unitymedia begonnen, in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland- Pfalz das analoge Programmangebot zugunsten von HD-Sendern abzuschmelzen. Laut einer aktuellen Studie von primacom besitzen bereits 80 Prozent der noch analogen Haushalte moderne Flachbildschirme, zögern aber aus verschiedenen Gründen, den Digitalumstieg zu vollziehen. „Rechtzeitige Kommunikation und umfassende Information sind die Schlüssel zum Erfolg”, sagt Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesmedienanstalt NRW: „Wenn die Konsumenten wissen, was wann warum geschieht, und die Vorteile klar benannt werden, die mit dem Umstieg verbunden sind, dann ist auch der dritte Weg neben Terrestrik und Satellit, also das Kabel, sehr schnell und reibungslos digitalisiert.” Brautmeier, zugleich Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) kündigte in einer Pressemitteilung an, dass die Medienanstalten die Moderation zur Herbeiführung eines gemeinsamen bundesweiten Abschalttermins für das analoge Kabelfernsehen übernehmen. Dabei sollen „die unterschiedlichen Interessen von TV-Veranstaltern, Netzbetreibern, Wohnungswirtschaft und Mediennutzern” in Einklang gebracht werden.


Digitale Dividende II: Rundfunkfrequenzen wurden versteigert

BundesnetzJuni 2015. Mit der Einigung von Bund und Ländern und den entsprechenden Bundesratsbeschluss hat die BundesNetzAgentur die Rundfunkfrequenzen im 700 MHz-Band zugunsten einer besseren Breitbandversorgung versteigert. Nach 16 Auktionstagen haben die drei Mobilfunkbetreiber Telefónica Deutschland, Deutsche Telekom und Vodafone für über 5 Milliarden Euro mehrere Frequenzblöcke ersteigert. Mit diesen sowie den Erlösen soll die Versorgung mit breitbandigem Internet in ländlichen Regionen verbessert werden. Das soll allerdings unter Beachtung der Belange des Rundfunks erfolgen, der von DVB-T auf DVB-T2 umsteigt. Dazu haben die Landesmedienanstalten den Plattform-Betrieb ausgeschrieben und dem einzigen Bewerber Media Broadcast den Zuschlag erteilt. Mit dieser Lizenz will das Unternehmen ab dem Frühjahr 2016 in Ballungsräumen die Umstellung des digitalen Antennen-Fernsehens beginnen. Das Ende des schrittweisen Migrationsprozesses ist bundesweit für 2019 vorgesehen.


Aus UKW wird hybrides Digitalradio

BMVIMai 2015. Die Bundesregierung und die ARD wollen die Entwicklung von Digitalradio in Deutschland vorantreiben. Basis ist die neue Studie "Terrestrischer Hörfunk: Zukünftige Entwicklung im Hinblick konkurrierender Übertragungswege“ des Instituts für Rundfunktechnik (IRT). Sie wurde im April im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) vorgestellt. Dabei plädierte die Parlamentarische Staatsekretärin Dorothee Bär für einen Umstieg von UKW auf ein Digitalradio, das „die Stärken der beiden Infrastruktursysteme Mobilfunk und Rundfunk verknüpft“. Begründung: „Der analoge Hörfunk ist ausgereizt: Er kann die Herausforderungen der Zukunft nicht meistern“. MDR-Intendantin Karola Wille, die ab 2016 den ARD-Vorsitz übernimmt: „Die Weichen für die digitale Zukunft des terrestrischen Rundfunks jetzt zu stellen, kann nur in breitem Konsens gelingen.“ An DAB+ als Teil einer Hybridstrategie führe kein Weg vorbei, damit „die Menschen auf allen relevanten Wegen digitale Radioprogramme nutzen können“. Dazu wird bei der ARD eine Lenkungsgruppe Digitalradio eingerichtet. Zugleich will das BMVi zusammen mit den Bundesländern in 2015 zu einem „Digitalradio-Board“ einladen, um eine konkrete Roadmap für den Übergang zu erarbeiten.

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