Die Fernsehwelt verändert sich: Früher konnte man auf dem TV-Gerät fernsehen, auf dem Computer im Internet surfen und mit dem Handy telefonieren. Heute kann man mit dem TV-Gerät Internet-Dienste aufrufen, mit dem Laptop bzw. Tablet fernsehen und mit dem Handy YouTube-Videos ansehen. Kurzum: Die digitale Elektronik-Welt wächst zusammen, und alle Geräte können (fast) alles. Wachsender Beliebtheit erfreut sich Smart-TV. Dabei ermöglicht die Anbindung der TV-Geräte an das Internet neben den bisher üblichen Fernseh-Programmen auch die Nutzung von Online-Diensten auf dem Fernseher. Kurzum: Smartes Fernsehen bietet vor allem mehr Vielfalt an Inhalten!

Smart-TV und andere moderne TV-Empfangsgeräte sind multimediale Alleskönner - das Geheimnis ihres Erfolgs liegt neben der Programm- und Inhaltevielfalt in den umfangreichen neuen Funktionalitäten. Zunächst bieten sie - einmal per Kabel oder WLAN mit dem Internet verbunden - ein eigenes Portal mit zahleichen, oft vorinstallierten Applikationen, etwa aus den Bereichen Filme & Serien, Nachrichten & Wetter, Sport, Spiele oder Shopping. Weitere TV-Apps lassen sich aus den „App-Stores“ auswählen, die laufend aktualisiert und ergänzt werden, und auf das eigene TV-Portal herunterladen. So kann sich jeder seine eigene App-Sammlung im TV-Gerät anlegen.

Eine weitere, attraktive Anwendung von Smart-TV erreicht man über die rote Taste der Fernbedienung: Im laufenden Programm eines Fernsehsenders drückt man auf die rote (Teletext)-Taste und der Internet-Zusatzdienst des jeweiligen Programmveranstalters startet. Da gibt es Mediatheken mit verpassten Sendungen oder Videos auf Abruf, Nachrichten und andere Informationen im modernen Gewand, manchmal auch Abstimmungs- und Mitmach-Aktionen oder Spiele. Basis dieser Dienste ist der Standard „Hybrid broadcast broadband TV“ (HbbTV).

Sehr beliebt sind Over the Top-Angebote (OTT) wie die kostenlose Internet-Plattformen YouTube oder die zahlreichen Video-on-Demand-Dienste (Amazon Prime, Netflix, Maxdome, Watchever, Videoload etc.). Das zeigt auch eine repräsentative Umfrage der gfu – Consumer & Home Electronics GmbH von 2015, wonach 58 Prozent der Zuschauer Mediatheken, 53 Prozent Videoclips und 41 Prozent VoD nutzen. Zuschauer können die Filme und teils exklusive Serien entweder per TV-App oder über Zusatzgeräte auf ihren Fernseh-Bildschirm holen. Dank Boxen und Sticks werden selbst ältere TV-Flachbildschirme zum Smart-TV.

Eine vierte Facette von Smart-TV ist die Nutzung eines Web-Browsers. Damit kann man wie an Smartphones, Laptops oder Tablets auch am TV-Gerät Webseiten aufrufen. Und natürlich unterstützen Smart-TVs zahlreiche Vernetzungsfunktionen, so dass die Nutzer ihre anderen Geräte mit dem TV-Bildschirm verbinden können. Die Palette reicht von eigenen Home Servern (NAS), über Foto- und Videokameras bis zu Smartphones, Tablets und Spiele-Boxen. Auch der Zugriff auf die eigenen Fotos und Videos in Cloud-Speichern wird beim smarten Fernsehen gern genutzt. Neben dem Inhalteaustausch mit diesen Peripheriegeräten können Smart-TVs auch über Apps in Smartphones bzw. Tablets gesteuert werden. 


HbbTV - ein internationaler Standard

Der europäische Standard „Hybrid broadcast broadband TV“ (HbbTV) erblickte 2010 das Licht der Welt, kommt inzwischen auch weltweit beim smarten Fernsehen zum Einsatz und wird ständig weiterentwickelt. An dem Konsortium sind etliche Mitglieder der Deutschen TV-Plattform beteiligt - federführend ist das Institut für Rundfunktechnik (IRT). Bei HbbTV ist im Sendesignal des jeweiligen Programmveranstalters ein Link zu Zusatzangeboten des Senders eingebettet. Das wird Nutzern von Smart-TVs beim Einschalten des Programms am Bildschirm angezeigt und sie gelangen mit einem Druck auf die roten (Teletext-)Farbtaste auf der Fernbedienung aus dem laufenden TV-Programm zum Online-Angebot des jeweiligen Senders. So kann man zum Beispiel verpasste Sendungen nachträglich ansehen, jederzeit auf die aktuellsten Nachrichten zugreifen und zusätzliche Informationen zum Programm abrufen. Meist stellt der Sender auch eine elektronische Programmzeitschrift (EPG) mit Informationen, Fotos und Trailern bereit. Einige Sender bieten sogar Spiele, Shopping oder soziale Netzwerke an. Schon fast 100 öffentlich-rechtliche und private TV-Sender in Deutschland bieten Dienste über die rote Taste der Smart-TV-Fernbedienung (Übersicht). Dazu gehören alle öffentlich-rechtlichen Sender wie die ARD mit dem Ersten und mit allen (ihren) Dritten Programmen, sowie das ZDF, beide jeweils mit ihren Digital- und Partnerprogrammen wie z. B. arte und KiKa. Bei den Privatsendern sind sowohl große Sendergruppen wie ProSiebenSat.1 und RTL Deutschland dabei und auch etliche Special-Interest-Kanäle. Selbst immer mehr Lokal-Sender erweitern das Empfangsgebiet ihrer TV-Programme durch deutschlandweit abrufbare HbbTV-Angebote. Die Arbeitsgruppe Smart-TV der Deutschen TV-Plattform hat sich dafür eingesetzt, dass seit Ende 2011 immer mehr der in Deutschland verkauften Smart-TVs auch HbbTV integriert haben.

Deutschland ist führendes Smart-TV-Land

Mit der Marktdurchdringung von Smart-TV ist Deutschland europaweit Vorreiter. Über 25,5 Mio. Smart-TV-Geräte stehen schon in den deutschen Haushalten. Dabei handelt es sich mehrheitlich um TV-Bildschirme, aber auch Digitalreceiver, DVD- und Blu-Ray-Player. Hinzu kommen online-fähige Receiver für IPTV und Pay-TV, die direkt von den Betreibern in die Haushalte kommen: Geschätzt haben damit weitere sechs Millionen Kunden in Deutschland Zugang zu interaktivem Fernsehen. In einer Studie stellte die gfu – Consumer & Home Electronics GmbH fest, dass der Absatz von Smart-TV in allen zehn untersuchten europäischen Ländern dynamisch wächst, Deutschland aber mit 57 Prozent Anteil deutlich über dem Durchschnitt von 44 Prozent liegt. Laut gfu kletterte Deutschland an Platz drei der europäischen Länder mit der größten Smart-TV-Verbreitung, hinter der Schweiz und Österreich. Diese multimediale Alleskönner werden auch immer stärker genutzt: Die Anschlussquote an das Internet liegt bei über 70 Prozent. Um die neue Vielfalt an TV und Bewegtbild noch komfortabler nutzen zu können, arbeiten die Gerätehersteller stetig an der intuitiven Navigation. Mittlerweile tragen zum schnellen Suchen und Finden von Inhalten integrierte Sprach- und Gestensteuerung sowie neuartige Fernbedienungen (mit Buchstabentasturen oder Touchpads bzw. Pointer-Funktion) bei. EPGs sind oft mit Empfehlungsmechanismen kombiniert. Einige Smart-TV merken sich auch die Vorlieben ihrer Nutzer, und schlagen dann beim Einschalten bzw. Zappen passende Sendungen oder Videos vor. Die aktuellste Entwicklung bei den Smart-TV-Geräten ist die Frage der Betriebssysteme: Drei große Hersteller greifen direkt auf Android zurück, andere orientieren sich mit ihren eigenen Smart-TV-Systemen wie Tizen, WebOS und FireOS an etablierten Web-Standards. Alle gemeinsam nutzen aber HTML 5. Das leistet der Konvergenz aller Bildschirmgeräte Vorschub und erhöht die Vielfalt für die Nutzer.

Neue Bewegtbild-Vielfalt - sicher und geschützt nutzen

Die Anschlussquote von Smart-TVs in deutschen Haushalten steigt seit Jahren kontinuierlich auf inzwischen 70 Prozent und auch die Nutzungszahlen wachsen dynamisch. Trotzdem werden etliche der TV-Geräte nicht ans Internet angeschlossen. Bei einer europaweiten Befragung hat die gfu – Consumer & Home Electronics GmbH Ursachen ermittelt. Als Hauptgrund, warum der erworbenen Smart-TV bisher nicht mit dem Internet verbunden wurde, nannten die Befragten fehlendes Interesse für Online-Dienste am Fernseher. Aber auch der Vorgang des Anschließens schreckt einige ab, während ein fehlender oder nicht ausreichender Breitbandanschluss eher eine untergeordnete Rolle spielt. Als Hinderungsgrund wurden jedoch explizit Bedenken hinsichtlich Sicherheit der Geräte und Dienste sowie des möglichen Missbrauchs persönlicher Nutzerdaten genannt. Interessant ist, dass in Spanien, Deutschland, Österreich und der Schweiz die Furcht vor Datenmissbrauch ausgeprägter ist, als bei Italienern, Briten und Franzosen. Rund fünf Prozent der Smart-TV-Besitzer lassen sich in Deutschland aus diesem Grund davon abhalten, den vollen Funktionsumfang des Smart-TV-Gerätes zu nutzen.

Das Vertrauen der Nutzer in vernetzte Endgeräte und Dienste ist ein zentrales Anliegen aller Akteure beim smarten Fernsehen. Dazu gehören Hersteller von Endgeräten, Programmveranstalter und App-Anbieter. Da viele von ihnen in der Deutschen TV-Plattform organisiert sind, haben sie sich gemeinsam zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Nutzerdaten und der Sicherheit von Geräten und Diensten bei Smart-TV bekannt (Leitlinien). Grundprinzip ist auch, dass die Nutzer die Hoheit über ihre persönlichen Daten haben und über Datenflüsse sowohl bei Geräten wie auch Diensten individuell selbst entscheiden können. Dazu gibt es diverse Einstellmöglichkeiten, auf die auch der neue Flyer "Wegweiser smartes Fernsehen" hinweist. Zu einem besseren Verständnis der Mechanismen gibt es ebenfalls ein entsprechendes Kapitel in der "Marktanalyse Smart-TV".

Engagement bei der IFA: Smart-TV-Demo mit HbbTV 2.0-Services auf TV und Tablets

September 2016. Bei der IFA 2016 war smartes Fernsehen eines der Schwerpunktthemen TecWatch logoder Deutschen TV-Plattform (Pressemitteilung). So informierte IFA Logo 2016Jürgen Sewczyk, Leiter der AG Smart Media und Vorstandsmitglied, bei der IFA-Pressekonferenz des Vereins am 2. September über die Marktentwicklung von Smart-TV und HbbTV sowie personalisiertes Fernsehen informieren. Zum Thema Smartes Fernsehen 2.0 präsentierte die Deutsche TV-Plattform auch an einem ihrer Stände im TecWatch (Halle 11.1, Stand 24a) neue Services als Ausblick in die Zukunft. Zu sehen waren zwei prototypische Anwendungen von ARD und ProSiebenSat.1, die das Potential von HbbTV 2.0 in der Vernetzung von TV-Geräten mit Tablets demonstrieren. Zugleich gab es einen Verbraucherflyer zum smarten Fernsehen und die neue "TV Zukunft" 03/2016 mit einem Interview zu HbbTV 2.0. Außerdem wurden die neuesten Infografiken zum Smart-TV- und HbbTV-Gerätemarkt in Deutschland veröffentlicht. Alles zum IFA-Engagement mit Download-Möglichkeiten auf einer speziellen Webseite.


Kooperationsworkshop zu Smart-TV und EU-Datenschutz

April 2016. EMR logoDas Institut für Europäisches Medienrecht (EMR) veranstaltete in Kooperation mit der Deutschen TV-Plattform einen Workshop zu „Smart Devices, Personal TV und interaktive Dienste: Was bringt die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU?“. Er fand am 28. April 2016 von 10 bis 16 Uhr in den Räumen der Vertretung des Saarlandes in Berlin statt und richtete sich an Anbieter von Mediendiensten, Hersteller von Smart-TV-Geräten und das interessierte Fachpublikum (Pressemitteilung). Anlass ist die neue Datenschutz-Grundverordnung auf europäischer Ebene, die verabschiedet ist. Sie gilt ab 2018 auch in Deutschland und verändert die bislang über mehrere Bundes- und Landesgesetze verstreuten Regelungen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der absehbare Handlungsbedarf und konkrete praktische Auswirkungen der Umsetzung für die Branche. Ausführliche Berichte zum Workshop, die Vorträge und Debatten sind als PDF bzw. Audio-Dateien auf einer speziellen Seite in diesem Webauftritt und auf der Webseite des EMR verfügbar. 


Neue Infografiken: Smart-TV mit stetigem Wachstum - HbbTV-Anteile 2016 im Aufwind

MarktAnteileSmart-TV-2016März 2016. Individualisierte Mediennutzung wird durch die zunehmende Durchdringung des Konsumentenmarktes mit internetfähigen TV-Geräten begünstigt, wie die aktuellen Verkaufszahlen belegen. Laut der GfK Retail & Technology GmbH wächst die Ausstattung der deutschen Haushalte mit derartigen TV-Empfangsgeräten kontinuierlich. Von rund 25,5 Millionen Smart-TV-Empfänger bieten 19 Millionen auch den Standard HbbTV. Zur Entwicklung des smarten TV-Gerätemarktes bietet die Deutsche TV-Plattform neue, frei verfügbare Infografiken (MedienDownload) mit aktuellen Marktzahlen an (Pressemitteilung). Zu den von der GfK erfassten 5,2 Mio. smarten Peripheriegeräten (Handelsabsatz) kommen noch die direkt von Plattformbetreiber vetriebenen smarten Receiver bzw. Sticks und Boxen für IPTV, Pay-TV und Videoportale. Nach Schätzung der Deutschen TV-Plattform haben so mindestens weitere acht Millionen Kunden in Deutschland Zugang zu Abruf-Fernsehen.


Große Zuschauerumfrage zeigt Beliebtheit von Smart-TV

Dezember 2016. cover-zuschrauerumfrageSmartes Fernsehen ist am Markt angekommen und wird von immer mehr Zuschauern auch gern genutzt. Das belegen die Ergebnisse der großen Zuschauerumfrage der Deutschen TV-Plattform zum 25. Jubiläum des Vereins. Befragt wurden im Oktober in einer repräsentativen Online-Umfrage rund 1000 Zuschauer aller Altersgruppen in Ost und West durch die GfK SE nach ihrer Meinung zu 25 Jahren Fernsehen und ihren Vorstellungen für die Zukunft. Heraus kam, dass 78 Prozent unter "fernsehen" sowohl die Nutzung linearer TV-Programme wie auch den Bewegtbildabruf als Video verstehen. Bei den Innovationen der letzten 25 Jahre rangieren Mediatheken (30 Prozent), Video on Demand (24 %) und Smart-TV mit 22 Prozent unter den häufigsten Antworten. Bei den jüngeren Altersgruppen liegen die Zahlen noch höher: So nutzen 25 Prozent der 20-29jährigen Mediatheken. Für die Zukunft wünschen sich 27 Prozent Sprach- und Gestensteuerung (14-19jährige 39 %) und 11 Prozent personalisiertes Fernsehen (14-29jährige 17 %). Alle Ergebnisse der Jubiläums-Umfrage gibt es als PDF in diesem Themenbereich unter Fachpublikationen (rechte Spalte) - mehr Hintergründe auch in der "TV Zukunft" 01/2016.


Aufklärung bei der IFA 2015: Neuer Flyer und Vorträge

September 2015. Smartes Fernsehen spielte auch beim Engagement der Deutschen TV-Plattform bei der IFA 2015 eine Rolle. So informierten Jürgen Sewczyk (JS Consult/Eutelsat) als Arbeitsgruppen-Leiter und Vorstandsmitglied sowie Sebastian Artymiak (VPRT) bei der Pressekonferenz des Vereins am IFA-Eröffnungstag über aktuelle Trends beim smarten Fernsehen sowie "Content & Discovery". Pünktlich zur IFA erschien der neue Flyer "Wegweiser smartes Fernsehen" für Verbraucher, der am Stand der Deutschen TV-Plattform im TecWatch verteilt wurde. Dort konnten Interessenten am Beispiel von Videoload auch erleben, wie an einem smarten Ultra HD-Fernseher Videos im neuen TV-Format über eine App als VoD-Service abgerufen werden können.  

 


Kooperations-Workshop "Suchen - Finden - Navigieren"

Juni 2015. Die dynamische Entwicklung beim smarten Fernsehen eröffnet neue Möglichkeiten für die Zuschauer, eine wachsende Inhaltevielfalt zu nutzen. Dabei helfen intelligente Algorithmen, mit denen sich der TV- und Bewegtbild-Konsum immer stärker personalisieren lässt. Über aktuelle Entwicklungen bei der Auffindbarkeit von Medieninhalten und dem Einsatz von Empfehlungsmechanismen informierten die Deutsche TV-Plattform gemeinsam mit dem VPRT und den Landesmedienanstalten am 25. Juni 2015 in Berlin (Pressemitteilung). Neben Vorträgen und aktuellen Marktzahlen gab es bei der Veranstaltung mit rund 200 Teilnehmern auch eine Debatte darüber, was eine reformierte Medienordnung im Sinne der Verbraucher und Contentanbieter zur fairen Navigation auf smarten Geräten der Unterhaltungselektronik beitragen kann. Die großen Chancen für mehr Vielfalt und personalisierten TV- und Bewegtbildkonsum wurden in der Praxis-Demonstration von Smart-TV-Geräten, Set-Top-Boxen, Streaming-Sticks und Second Screens deutlich. Dabei stellten Experten unter der Moderation von Sebastian Artymiak (Leiter Medientechnologie beim VPRT) diverse Funktionalitäten zu „Suchen – Finden – Navigieren" vor (Übersicht).


Fernsehen in Deutschland wird immer smarter: Über 20 Mio Geräte im Markt

April 2015.smart-tv_grafik Die Fakten sprechen für sich: Fernsehen in Deutschland wird immer smarter. Laut GfK Retail & Technology GmbH wächst die Ausstattung der deutschen Haushalte mit Smart-TV-Empfangsgeräten kontinuierlich. Über 20 Millionen Fernsehbild-schirme und Peripheriegeräte, die zusätzlich zum klassischen TV-Empfang App-Portale und HbbTV-Dienste anbieten, wurden seit 2009 verkauft (Infografik Deutsche TV-Plattform). Damit ist Deutschland europäischer Spitzenreiter, konstatierte die gfu (Pressemitteilung). Besonders beliebt sind TV-Flachbildschirme mit integrierten App-Portalen und HbbTV (16,2 Mio) und 4,1 Mio Geräte wie Digitalreceiver, DVD- und Blu-Ray-Player, die „gewöhnliche" Fernseher über den HDMI-Anschluss zum Smart-TV machen. Hinzu kommen noch die „smarten" Receiver für IPTV und Pay-TV, die direkt von den Betreibern angeboten werden, und daher nicht von der GfK-Statistik erfasst sind: So haben mindestens weitere sechs Millionen Kunden in Deutschland Zugang zu individuellem Abruf-Fernsehen. „Ein Webbrowser und der Internetanschluss am TV-Gerät reichen längst nicht mehr aus", konstatiert Jürgen Sewczyk, AG-Leiter und Vorstandsmitglied der Deutschen TV-Plattform in einer Pressemitteilung: „So richtig smart ist das moderne Fernsehen erst mit Apps und HbbTV-Diensten." 


Dynamisches Wachstum: Deutschland ist HbbTV-Markt

März 2015. Smartes Fernsehen wird in Deutschland immer populärer, zeigen aktuelle hbbtv-markt-d-2015Marktdaten der GfK Retail & Technology GmbH. Besonders erfolgreich ist der interaktive Fernseh-Standard HbbTV, den 92 Prozent der 2014 verkauften Smart-TVs unterstützen, teilt die Deutsche TV-Plattform in einer Pressemitteilung mit. Mit insgesamt 14,7 Mio. in Deutschland verkauften HbbTV-Geräten ist eine signifikante Größe erreicht, die den Senderaktivitäten im Bereich HbbTV Rechnung trägt. Damit hat sich der Anteil der seit 2008 verkauften internetfähigen TV-Empfangsgeräte, die den interaktiven Rundfunk-Standard mit der roten Taste der Fernbedienung unterstützen, auf 54 Prozent erhöht. Diese Geräte sind in der Lage, die von fast 100 Sendern angebotenen zusätzlichen Internet-Dienste abzurufen. Das dynamische Wachstum der HbbTV-Ausstattung in deutschen Haushalten verdeutlicht die Deutsche TV-Plattform in einer aktuellen Infografik (Download). „HbbTV hat sich in Deutschland etabliert", konstatiert Wolfgang Elsäßer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen TV-Plattform: „Für die Zuschauer bietet der interaktive Fernsehstandard eine ideale Ergänzung zum linearen TV." Zugleich eröffnen sich neue Chancen für innovative Bewegtbild-Formate und Verbreitungskonzepte für die Sender.


Digitalisierungsbericht 2016: Jüngere Zuschauer nutzen mehr VoD als lineares TV

September 2016.  digitalisierungsbericht 2016 cover Repräsentative neue Fakten zur TV- und Bewegtbildnutzung liefert der am 6. September präsentierte Digitalisierungsbericht 2016 der Medienanstalten. „Bereits heute können wir anhand der aktuellen Ergebnisse valide Aussagen zur Nutzung der verschiedenen Medienplattformen sowie linearen wie non-linearen OTT-Diensten treffen“, erklärte Thomas Fuchs, der den Digitalisierungsbericht als medienanstalten logoKoordinator des Fachausschuss Netze, Technik, Konvergenz der DLM verantwortet. Die aktuellen Ergebnisse der von TNS Infratest durchgeführten Studie belegen, dass das Fernsehen nicht in allen Bevölkerungsgruppen unangefochtener Spitzenreiter ist. In den jüngeren Zielgruppen 14-19 und 20-29 Jahre entfällt weniger als die Hälfte des Bewegtbildkonsums auf das klassische Fernsehen. In diesen Altersgruppen liegt Video-On-Demand (VoD) mit 41 bzw. 34 Prozent bereits auf Augenhöhe mit der TV-Nutzung. Dabei wird VoD von YouTube und den Mediatheken (HbbTV) dominiert: Sie werden aktuell bereits von rund 26 Prozent der Personen über 14 Jahren genutzt. Deutlich auf dem Vormarsch sind auch die Online-Abrufangebote von Amazon und Netflix. Bereits ein Fünftel der Deutschen nutzt diese Services, in der Altersgruppe der 14-29-Jährigen mit 46,4 Prozent bereits fast die Hälfte. Der Erhebung von TNS Infratest zufolge konnte Amazon Video die Zahl seiner regelmäßigen Nutzer im Jahresvergleich um rund 50 Prozent steigern, Netflix sogar um 150 Prozent. Insgesamt schauen die Nutzer von Onlinevideotheken deutlich weniger klassisches Fernsehen als der Bevölkerungsdurchschnitt (Pressemitteilung).


gfu stellt bei Insights & Trends neue Analyse zu Smart-TV vor

Juli 2016. Die Veranstaltung Insights & Trends 2016 des IFA-Veranstalters gfu gfu kamp 2016Consumer & Home Electronics GmbH am 5. Juli in Berlin stand ganz im Zeichen von Trends gfu it night2014und Visionen beim digital Lifestyle. Dabei hielten Experten im Berliner Congress Center (bcc) Vorträge zu verschiedenen Aspekten und diskutierten mit rund 300 Medienvertretern. Zur Eröffnung stellt Hans-Joachim Kamp, gfu Aufsichtsratsvorsitzender, in seinem Vortrag „Der komplexe Konsument - Was kauft König Kunde und warum?“ die Ergebnisse einer repräsentativen europaweiten Studie vor, die im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH im Mai dieses Jahres von Value_A Marketing Intelligence durchgeführt wurde. Darin zeichnet sich ab, dass Smartes Fernsehen am deutschen Markt etabliert ist sowie immer stärker von den Kunden nachgefragt und genutzt wird. Damit ist Deutschland Vorreiter in Europa, auch wenn es bei Digitalisierung und Vernetzung (u.a. Smart Home) insgesamt nur im Mittelfeld rangiert. Mittlerweile steht in jedem zweiten deutschen Haushalt ein Smart-TV (2016: 53 %, 2015: 42 %). Die Anschlussquote ist von 70 auf 74 Prozent und die tatsächliche Nutzung von 73 auf 78 Prozent gestiegen. Fazit der gfu: Smartes Fernsehen wird in 31 Prozent der deutschen Haushalte genutzt. Besonders beliebt sind Mediatheken (58 %), Videoclips wie YouTube (56 %) und Video on Demand (48 %) klar vor anderen Smart-Services wie Online-Fotoalben, soziale Netzwerke und Online-Spielen. Die Furcht vor Datenmissbrauch als Hinderungsgrund ist von 18 auf 13 Prozent gesunken, konstatierte Kamp.


Fußball-EM und Sommer-Olympiade über Apps und HbbTV

Juni 2016. Die fussball em 2016Fußball-Europameisterschaften in Frankreich und die Olympischen Sommerspiele in Brasilien sind für deutsche Fernsehzuschauer multimedial über alle TV-Empfangswege und auf allen Bildschirmgeräten nutzbar. Vom 10. Juni bis 10. Juli und vom 4. bis 21. August dominieren die Highlights die TV-Sportberichterstattung. Vor allem ARD und ZDF arbeiten so intensiv wie nie zuvor zusammen. Insgesamt 45 der 51 EM-Spiele werden von den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern live übertragen - neu ist Sat.1, die über eine Sublizensierung insgesamt sechs parallel stattfindende Vorrundenspiele in SAT.1 und sowie im kostenlosen Livestream zeigen. Zu sehen sind die EM-Spiele über Satellit, Kabel und Antenne sowie via IPTV. Über die entsprechenden Apps der Sender bzw. Online-Portale ist die EM-Berichterstattung auch mobil mit portablen Bildschirmgeräten empfangbar - als Livestream und zeitversetzt als Video-Abruf. Dabei gibt es neue Zusatzfunktionen wie Taktik-Blick, Coach-Cam, MyView und Highlight-Clips mit mehr als zehn verschiedenen, vom Nutzer wählbaren Kameraperspektiven.

olympia 2016Bei der Olympia-Berichterstattung werden ARD und ZDF im täglichen Wechsel rund 280 Stunden live senden. Hinzu kommen 40 Stunden Zusammenfassungen und rund 1000 Stunden Livestreams auf den Online-Seiten der Sender. Zusätzlich zum TV-Hauptprogramm gibt es bis zu sechs parallele Livestreams von parallelen Wettkämpfen. Im Video-on-Demand-Angebot gibt es bis zu 60 Abrufvideos pro Tag. Besonders bei Olympia spielt der Smart-TV-Standard HbbTV seine Stärken aus: Die zusätzlichen Livestreams sind auch über den roten Knopf der TV-Fernbedienung aufrufbar - natürlich nur für Besitzer von Smart-TVs. Die moderne Digital-Technik nutzen vor allem ARD und ZDF für barrierefreie Berichterstattung: Untertitelungen für gehörlose und schwerhörige Zuschauer werden ebenso bereitgestellt wie es auch eine Audiodeskription für Sehbehinderte und Blinde. Spezielle Beiträge in den Social Media-Services (Blogs, Twitter etc.) der Sender ergänzen die EM- und Olympia-Übertragungen.


Brüssel verabschiedet EU-Datenschutz-Grundverordnung

April 2016. EU logoNach vierjähriger Arbeit haben Mitte April alle EU-Institutionen der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung zugestimmt, die damit nach Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft tritt (Press release). Bis 2018 müssen die Mitgliedstaaten die europäische Verordnung bei sich umsetzen. Für Deutschland bedeutet das, dass die bislang über mehrere Bundes- und Landesgesetze verstreuten Regelungen angepasst und vereinheitlicht werden. In einer ersten Stellungnahme hat der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) begrüßt, dass künftig für alle in Europa tätigen Unternehmen einheitliche Datenschutzregeln gelten sollen (Pressemitteilung). Allerdings bedauert der Verband, dass es nicht gelungen ist, die Verordnung konkreter und damit zukunftstauglich sowie rechtssicher auszugestalten. Viele Generalklauseln, insbesondere zur Datenverarbeitung ohne vorherige Einwilligung, seien nur sehr allgemein gehalten und stünden damit unter einem Interpretationsvorbehalt durch die nationalen Datenschutzbehörden. Private Rundfunk und Telemedien bräuchten Nutzungsmessung und Zielgruppenansprache für die Refinanzierung, was durch die in der EU-Verordnung vorgesehenen Dokumentations-, Melde- und Genehmigungspflichten einen hohen bürokratischen Aufwand für Unternehmen bedeuten könnten. Es sei fraglich, inwieweit diverse Informations- und Begründungspflichten zu einem praktikablen Datenschutz beitragen würden.


Medienpolitik diskutiert auch über Regulierung von Smart-TV-Plattformen

dlm symposium logoMärz 2016. Auch für Portale von smarten TV-Empfangsgeräten droht künftig eine medienrechtliche Einstufung als zu regulierende Plattform. Das war das Fazit der Vorträge und Paneldiskussionen beim 11. Symposium der Landesmedienanstalten am 17. März in Berlin. Unter dem Titel „Neue Nadelöhre – wer bestimmt unseren Zugang zu den Medien?“ diskutierten Medienpolitiker, Regulierer und Branchenexperten mit den mehr als 250 Teilnehmerinnen, welche Auswirkungen Plattformen und Intermediäre haben. Dabei ging es um Zugang und Auffindbarkeit sowie um die Frage, wie eine moderne Medienregulierung auf die neuen Gatekeeper reagieren muss. Zur Begründung hieß es: Plattformen präsentierten Inhalte Dritter auf Flachbildschirmen von Smart-TV-Geräten und Intermediäre vermitteln Content über Ergebnislisten von Suchmaschinen, über den News-Feed sozialer Online-Netzwerke oder als Nachrichten-Service fürs Smartphone. Diese Vermittlungsdienste zwischen Inhalte-Anbietern und Nutzern würden auch darüber entscheiden, ob aus der Vielzahl der konvergenten Angebote eine wahrnehmbare und wahrgenommene Medien- und Meinungsvielfalt resultiert.


CES 2016: Neue Entwicklungen bei Smart-TV

Januar 2016. CES-logoBei der Consumer Electronics Show 2026 in Las Vegas (CES) wurden nicht nur bei Ultra HD, Car Entertainment und IT-Produkten Innovationen vorgestellt. Auch bei Smart-TVs zeigten diverse Hersteller ihre Neuerungen. So sind die neuen Smart-TVs von Samsung "IoT ready", was bedeutet, dass neben der guten Vernetzung mit Smartphones und Tablets nun die TV-Displays auch andere Geräte etwa aus dem Bereich Smart Home integrieren. LG hat mit WebOS 3.0 seine weiterentwickelte Benutzeroberfläche mit neuen Funktionalitäten vorgestellt. Inzwischen gibt es in nahezu allen Smart-TVs Streaming-Apps und das personalisierte Fernsehen mittels neuen EPGs und Recommendation Engines bietet oft übergreifende Empfehlungen für Live-TV und VoD bzw. OTT-Dienste. Insgesamt werden die Benutzoberfläche besser - quasi intuitiv mit diversen Möglichkeiten bedienbar.


HbbTV-Standard 2.0 von ETSI veröffentlicht: Neue Möglichkeiten und mehr Verbraucherschutz

November 2015. Das hbbtv logo neuEuropäische Institut für Telekommunikationsnormen ETSI hat die neueste Spezifikation für HbbTV 2.0 (Hybrid etsi logobroadcast broadband TV) unter dem Eintrag TS 102 796 V1.3.1 in sein Verzeichnis aufgenommen. Die jüngste HbbTV-Version beinhaltet zahlreiche neue Möglichkeiten und Erweiterungen wie z. B. Second-Screen Support, HTML5 und unterstützt fortgeschrittene Videotechnologien wie Ultra HD und den Kompressionsstandard HEVC (High Efficiency Video Coding. Neu sind auch zwei Kapitel zu "Privacy" und "Security", die Sicherheit und Verbraucherschutz erhöhen sollen. HbbTV erlaubt TV-Veranstaltern, ihre Programme um internetbasierte Angebote zu ergänzen, die durch die rote (Teletext-)Taste auf der TV-Fernbedienung bei Smart-TVs abgerufen werden können. Der HbbTV-Standard wird unter Beteiligung von Mitgliedern der Deutschen TV-Plattform kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzt die App-Portale von Smart-TV-Hersteller um eine globale und offene Plattform. Der Standard wird nach Angaben der HbbTV-Organisation bereits in 20 Ländern von hunderten Sendern verwandt und läuft weltweit auf 25 Millionen smarten Empfangsgeräten.


Deutsche immer öfter und länger im Internet: TV- und Videokonsum boomt

November 2010. Die Deutschen nutzen das Internet intensiver und flexibler. Die Anzahl der täglichen ard zdf logosInternetnutzer und derjenigen, die unterwegs ins Netz gehen, hat 2015 zugenommen. Auch die Anzahl der Nutzer von Video-, und Fernsehinhalten sowie von Audioangeboten steigt. Dagegen nimmt die gesamte Internetverbreitung nur noch minimal zu. Zu diesen zentralen Ergebnissen kommt die diesjährige ARD/ZDF-Onlinestudie. Mittlerweile greifen 30,7 Millionen (55 Prozent) unterwegs auf Netzinhalte zu, das sind 3,2 Millionen (+5%) mehr als im Vorjahr. Auch die Nutzung von Videoinhalten und Fernsehsendungen sowie von Audioinhalten ist gestiegen: 53 Prozent sehen sich inzwischen mindestens einmal pro Woche Bewegtbildinhalte im Netz an. Als Ergebnis der Studie kündigte das ZDF an, sich auf die zunehmende Flexibilität des Publikums einzustellen und zum Beispiel die ZDF-Mediathek demnächst zu relaunchen. Die ARD optimiert weiter ihre Webseiten für mobile Geräte und baut ihre Apps für trimediale Angebote weiter aus.


VPRT veröffentlicht Leitlinien für HbbTV-Messung

Oktober 2015. Der VPRT hat vprt logo neuseine bereits im April 2015 verabschiedeten Leitlinien zur Sicherung des Datenschutzniveaus bei der Messung von HbbTV veröffentlicht. Das Papier ist Ergebnis eines seit langem geführten Dialogs mit Medienanstalten, Datenschutzbehörden und Marktpartnern, den der Verband auch weiterhin zielgerichtet und lösungsorientiert fortsetzen möchte. In den Leitlinien bekennen sich die Sender als Anbieter von HbbTV-Diensten zu einem verantwortungsvollen Umgang mit jeglichen Daten - über das in Gesetzen und Vorschriften geforderte Maß hinaus - und schaffen so Transparenz hinsichtlich derzeit eingesetzter Messverfahren. Der TÜV Saarland bestätigt in einem Gutachten den "Leitlinien für die Messung von HbbTV-Angeboten" des VPRT einen hohen Beitrag zum Datenschutz.


Wachsendes Interese an alternativer TV-Bedienung

Oktober 2015. Ergänzend zur TV-Fernbedienung wollen immer mehr deutsche Zuschauer auch mit Sprachbefehlen, Gesten oder Smartphone-Apps bzw. Tablets ihr TV-Gerät bzw. den Bewegtbildkonsum auf dem größten Bildschirm im Haushalt steuern. Besonders jüngere Konsumenten bevorzugen die neuen Navigationsmöglichkeiten. Dabei rangiert Sprachsteuerung vor Apps und Gesten, ermittelte der Digitalverband Bitkom in einer repräsentativen Umfrage. Immer mehr moderne TV-Geräte bieten diese Optionen - zusammen mit neuen Fernbedienungen. Die bleiben für 86 Prozent der befragten TV-Nutzer das Steuerungsgerät ihrer Wahl.


AGF: TV-Quotenmessung mit neuer Basis sowie Streaming und Mobilnutzung

Oktober/November 2015. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) wird bei der Messung der Fernseh-Zuschauer-Quoten schrittweise Streaming, agf logoVideoabruf und Mobilnutzung integrieren. Beim AGF-Forum 2015 in Frankfurt am Main kündigte der Vorstand vor 300 Teilnehmern den baldigen Start des so genannten Mega-Panels an. Dabei wird in das bestehende, bewährte Panel mit Testhaushalten zur Ermittlung der klassischen Fernsehnutzung um die Messung und Ausweisung von Bewegtbildnutzung auf verschiedenen (auch mobilen) Geräten erweitert. Die Umsetzung erfolgt in drei Schritten bis Mitte 2016. Besondere Marktrelevanz erhält die Streamingmessung durch die Integration von Google, wobei Deutschland international Vorreiter ist. Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) hat die Kooperation begrüßt. Der Wandel der Mediennutzung bedürfe so schnell wie möglich die Abbildung der kompletten Mediennutzung - bei Beibehaltung der Verlässlichkeit des Forschungsinstruments AGF. Zugleich wird die AGF die Grundgesamtheit für ihre Quotenermittlungen verändern: Waren bisher nur Privathaushalte in der Bundesrepublik mit mindestens einem TV-Gerät und deutscher bzw. EU-Staatsangehörigkeit des Haupteinkommensbeziehers die Bezugsgröße, ist künftig die deutschsprechende Bevölkerung im Land mit mindestens einem TV-Gerät oder Internetnutzung die Basis. Die demografische Struktur des Panels ist weiterhin repräsentativ und in Übereinstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma).   


Showcases zu HbbTV 2.0 bei IFA und IBC 2015

irt logoSeptember 2015. Erste Showcases zu Services im HbbTV 2.0-Standard zeigt das IRT in Kooperation mit Partnern wie dem rbb und Samsung bei der IFA in Berlin und der IBC 2015 in Amsterdam. Dabei geht es um optimale Bildqualität auf Smart-TVs bei schwankenden Datenraten im Internet und Untertitel für barrierefreie Internet-Angebote. Dabei werden Live-Streaming-Inhalte im MPEG-DASH-Format (Dynamic Adaptive Streaming over HTTP) und Untertitel gemäß des einheitlichen Formats EBU-TT-D für die Demonstrationen kombiniert. Der Prototyp wurde im Rahmen des EU-Kooperationsprojektes HBB4ALL entwickelt. HbbTV 2.0 unterstützt darüber hinaus die im Internet meistverwendete Webtechnologie HTML 5 und die Einbindung von HEVC-Videos mit der Option für UHDTV. Darüber hinaus ermöglicht HbbTV 2.0 neue Anwendungen, um verschiedene Endgeräte, wie Fernseher, Tablets und Smartphones, miteinander zu verbinden und deren Funktion zum Teil ergänzend und zum Teil parallel zu nutzen. Erste Geräte für HbbTV 2.0 werden für 2016 auf dem Markt erwartet.

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