Glossar

3D Audio
Weiterentwicklung von Stereo- und Surround-Sound zu einem dreidimensionalen Klangbild. Durch virtuelle Schalleffekte nimmt der Zuhörer den Klang und einzelne Töne von allen Seiten wahr. Besonders bei Ultra HD als Standard-Feature geplant.

3D-Fernsehen

siehe: 3DTV

3D Full HD
3D-Wiedergabe, bei der die beiden Teilbilder für das linke und rechte Auge eine Bildauflösung von 1920x1080 Bildpunkten aufweisen.

3DTV (dreidimensionales Fernsehen)
Übertragungsverfahren für Fernsehen, mit dem neben der Bildbreite und Bildhöhe auch die Bildtiefe als dritte Dimension dargestellt werden kann. Informationen im „Einkaufsberater 3D-Geräte“.

4k
siehe: UHD-1

8k
siehe: UHD-2

ADSL
Die “asymmetrical digital subscriber line” ist ein DSL-Anschluss mit unterschiedlichen Werten für den Down- und Upstream. Das Verfahren wurde als Variante der breitbandigen Telefonanschlussleitung entwickelt, wobei die Datenübertragung ohne Beeinträchtigung der Telefonie über den Festnetzanschluss läuft.

App / Applikation
Branchenübliche Kurzform für das englische Wort Applikation. Es steht für ein definiertes interaktives Angebot über das Internet für Smartphones, Tablet-PCs und auch TV-Geräte. Synonym für Anwendung. Wird meist als Logo des Dienstes / Diensteanbieters in Form einer Grafik abgebildet und es sind URL-Verbindungen hinterlegt.

Artefakt
Störeffekt im Bild oder Ton, der durch digitale Signalverarbeitung hervorgerufen wird. Artefakte treten insbesondere bei schnellen Bewegungen an Kanten auf, wenn das Bild mit hoher Datenreduktion gespeichert oder übertragen wird.

Austastlücke
Zeitraum, während dessen beim Rücklauf des Elektronenstrahls in einer Bildröhre am Ende jeder Zeile und am Ende eines jeden Halbbildes die Übertragung der Bildmodulation unterbrochen ("ausgetastet") ist.

autostereoskopischer Bildschirm
Bildschirm, bei dem 3D-Bilder ohne spezielle Brillen betrachtet werden können. Dabei kommt Linsenrastertechnologie oder Barriere-Technologie zum Einsatz.

AVC
Advanced Video Coding (H. 264) bezeichnet ein Kodierungs-Verfahren für Bewegtbild. Besonders bei HDTV üblich.

Bildauflösung
Die Bildauflösung bezeichnet die Zahl der Punkte pro Bild, die in Zeilen und Spalten angeordnet sind. Die Bildauflösung wird in Zahl der Bildpunkte pro Zeile x  Zahl der Zeilen pro Vollbild angegeben. Zumeist wird auch die Bildwiederholfrequenz angegeben.

Bild-im-Bild
Ergänzung eines zweiten Bildes in Kleinformat bei einer laufenden Bildschirmwiedergabe im Großformat. Es kann sich auch um zwei gleichgroße Formate handeln, die nebeneinander auf dem Bildschirm dargestellt werden (siehe Split screen).

Bildpunkt
siehe: Pixel

Bildwiederholfrequenz
Bezeichnet die Häufigkeit der Aufnahme und Übertragung von Bildern. Üblich sind bei Bewegtbild-Angeboten für Kinofilme 24 und beim Fernsehen (TV) 25, 50 oder 60 Bilder pro Sekunde.

Bildwinkel
siehe: Gesichtsfeld

Bit
Die kleinste Informationseinheit bei einem digitalen Signal, abgeleitet von „binary digit“.

Bitrate
Wird auch als Datenrate bezeichnet. Es handelt sich um die Datenmenge, die pro Sekunde über eine leitungsgeführte oder funkgestützte Verbindung übertragen werden kann. Maßeinheiten dafür sind Kilobit pro Sekunde (kbit/s), Megabit pro Sekunde (Mbit/s) oder Gigabit pro Sekunde (Gbit/s).

Black Matrix
Dunkle Beschichtung auf der Innenseite des Fernseh-Bildschirms. Sie bewirkt eine scharfe Trennung der verschiedenen Leuchtphosphore und erreicht damit größere Helligkeit, besseren Kontrast und erhöhte Bildschärfe.

Bluetooth
Standardisiertes System zur Datenkommunikation über kurze Distanzen per Funktechnik.

Blu-ray Disc (BD)
Die Blu-ray Disc ist ein optischer Speicher für digitale Medien. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der DVD. Die BD dient primär  zur Speicherung von Beiträgen in hochauflösender Qualität (HD-Qualität).

Breitbandanschluss
Zugang zum Internet mit relativ hoher Datenübertragungsrate. Die schnelle Übertragung
großer Datenmengen via Breitband (z.B. DSL oder Kabelinternet) ist Voraussetzung für die Nutzung von TV-Geräten der neuen Generation (internetfähig) und für den TV-Standard HbbTV, der Fernsehsendungen und Internet-Zusatzangebote miteinander verbindet.

Breitbildformat
Bezeichnung für das Fernsehbildformat, bei dem die Bildbreite zur Bildhöhe ein Verhältnis von 16:9 aufweist. Beim bisher gebräuchlichen Fernsehbildformat betrug das Verhältnis 4:3 (was 12:9 entspricht). Inzwischen gibt es auch Flachbildschirme im Kinoformat 21:9.

BT.709
Von der Internationalen Fernmeldeunion [International Telecommunication Union (ITU)] spezifizierter Farbraum für Bildröhren. Weil die bei diesen verfügbaren Phosphore nur ein begrenztes Farbenspektrum ermöglichte, deckt BT.709 nur etwa 38 Prozent des sichtbaren Farbenspektrums ab.

BT.2020
Von der Internationalen Fernmeldeunion [International Telecommunication Union (ITU)] spezifizierter Farbraum für Wiedergabeeinrichtungen (z.B. Flachbildschirme), die UHD-Inhalte darstellen sollen. Wegen der gegenüber Bildröhren leistungsfähigeren Technologien (wie LCD und OLED) deckt BT.2020 etwa 76 Prozent des sichtbaren Farbenspektrums ab.

Byte
Die Maßangabe beschreibt Datenmengen bzw. Speicherkapazitäten digitaler Medien. Acht Bit bilden ein Byte.

CA
Abkürzung für Conditional Access (wörtlich: bedingter Zugang). CA-Module und -Systeme kommen bei verschlüsselten Programmsignalen zum Einsatz. Mittels Einsteck-Karten, auf denen Codes gespeichert sind, können so diese Signale entschlüsselt werden.

CA-Modul (CAM)
Mit einem CAM wird die Verschlüsselung von Programmsignalen im Empfänger wieder rückgängig gemacht. Das Modul ist entweder im Empfänger (z.B. Set-Top-Box -STB) integriert oder lässt sich über die Schnittstelle CI oder CI+ von außen einstecken.

CA-System (CAS)
CA-Systeme kommen beim Bezahlfernsehen (Pay-TV) zum Einsatz und stellen sicher, dass die Entschlüsselung des verschlüsselt übertragenen Fernsehsignals erfolgt, wenn der Nutzer die richtige Smart Card zur Verfügung hat.

Catch-up TV
Sammelbegriff für zeitversetzte Fernsehnutzung auf Abruf – etwa in Mediatheken. Durch den Standard HbbTV bzw. App-Portale von Smart-TV-Geräten kann Catch-up TV außer auf IT- bzw. Mobilfunkgeräten auch auf Fernsehbildschirmen genutzt werden.

CE-HTML
Programmiersprache für Internet-Seiten, die speziell für die Darstellung auf TV-Flachbildschirmen ausgelegt ist. CE-HTML ist ein wichtiger Bestandteil des europäischen Standards HbbTV und wird von etlichen Smart TV-Geräten unterstützt.

Chrominanz
Farbinformation der Bildpunkte (Pixel) eines Fernsehbildes.

CI / CI Plus
Abkürzung für Common Interface (wörtlich: allgemeine Schnittstelle). Diese standardisierte Schnittstelle erlaubt es bei TV-Geräten und Set-Top-Boxen verschiedene CA-Module zu verwenden. Inzwischen hat sich CI Plus als Weiterentwicklung von CI durchgesetzt.

Codierung
Bei digitaler Kommunikation legt ein Code fest, wie ein Signal übertragen, gespeichert und empfangen wird. Beim digitalen Rundfunk unterscheiden sich Hörfunk und Fernsehen, wie auch die einzelnen Übertragungswege Kabel, Satellit, Terrestrik und breitbandige Telefonleitung (IPTV) durch unterschiedliche Codierung.

Cloud
Speichermöglichkeit für Inhalte auf dezentralen Servern, auf die der Nutzer jederzeit und überall Zugriff hat

Connected TV
Form der neuen TV-Generation, die neben Rundfunkinhalten auch Dienste aus dem Internet
nutzbar macht. Connected TV wird als Produktname von einzelnen Herstellern genutzt.

crossmedial
Medienübergreifende Verwendung von verschiedenen Inhalten.

DAB / DAB+
DAB steht für Digital Audio Broadcasting und bedeutet digitaler Hörfunk. Es handelt sich um einen Übertragungsstandard für die digitale terrestrische Verbreitung von Hörfunk, mit dem UKW abgelöst werden sollte. Inzwischen gibt es den Standard DAB+ mit einem anderen Signal-Kodierungsverfahren, der auch bei niedrigen Bitraten gute Qualität erlaubt.

Datenrate
siehe: Bitrate

Dekoder / Decoder
Technische Funktionseinheit, die codiert übertragene Signale wieder in die ursprüngliche Form wandelt (konvertiert). Bildet oft eine Einheit mit einem Kodierer (Encoder).

De-Interlacing
Bezeichnet einen Verarbeitungsschritt beim digitalen Fernsehen, bei dem aus Signalen für Halbbilder im Fernsehgerät wieder Vollbilder entstehen. Der Prozess kann jedoch nie perfekt durchgeführt werden, weshalb als Artefakte bezeichnete Bildfehler auftreten können.

Descrambler
Elektronische Vorrichtung im Fernsehgerät (oder als Zusatzgerät zum Fernsehgerät), mit der verschlüsselt gesendete oder in Teile zerlegte Signale beim Empfang wieder richtig zusammengefügt werden. Für Pay-TV ist ein funktionstüchtiges Scrambling/Descrambling-System eine wichtige Voraussetzung. Nur wer ein besonderes Entgelt bezahlt, kann die verschlüsselten Bilder empfangen und störungsfrei wiedergeben.

DHCP
Die Abkürzung für Dynamic Host Configuration Protocol steht für eine Spezifikation, durch die Server in einem Netzwerk allen anderen verbundenen Geräten automatisch eine IP-Adresse zuweisen können. Diese Funktion erleichtert die Verbindung eines Smart-TV mit dem Internet.

Digitales Fernsehen

Übertragung von Fernsehprogrammen (Bild und Ton) auf Grundlage von digitalen, komprimierten Datenströmen, wie beim Computer als Ziffernfolgen, zumeist bestehend aus 0 und 1. Digitales Fernsehen ermöglicht die gleichzeitige Übertragung von Fernsehen, Hörfunk und internetgebundenen Zusatzdiensten. Im Vergleich zum analogen Fernsehen, können auf der gleichen Frequenz bis zu zehn digitale Programme verbreitet werden. Die Konsequenz ist eine größere Programmvielfalt bei besserer Bild- und Tonqualität.

Digital Rights Management (DRM)
Es handelt sich um ein technisches Verfahren zur Rechteverwaltung, mit denen die Anbieter digitaler Medien (Musik, Video, Software, e-Books) deren Nutzung und Verbreitung kontrollieren können. Mittels DRM kann z. B. festgelegt werden, wie oft und mit welchen Geräten Audio- oder Videodateien abgespielt oder kopiert werden dürfen.

Display
Sehr breit benutzter Begriff für Anzeigevorrichtungen, von der einfachen numerischen Anzeige auf dem Taschenrechner über den Computer-Bildschirm bis zum großen Fernseh-Bildschirm.

DLNA
Abkürzung für Digital Living Network Alliance. Sie umfasst Hersteller verschiedener Branchen, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam Standards für ein reibungsloses Zusammenarbeiten der vielen Geräte zu erarbeiten, die heute in einem Haushalt vorhanden sind. Das Zusammenspiel erfolgt in einem Heimnetzwerk. Von der DLNA zertifizierte Geräte dürfen vom Hersteller mit dem entsprechenden Logo versehen werden.

DMB
Digital Multimedia Broadcasting ist ein digitales Übertragungsverfahren für Audio- und Videoinhalte zusammen mit anderen Inhalten wie Texten und basiert auf DAB. DMB ist vor allem für Mobilgeräte gedacht und kann terrestrisch oder per Satellit verbreitet werden.

DOCSIS
Der Standard “data over cable service interface specification” ermöglicht die bidirektionale Datenübertragung über Breitband-Kabelnetze und definiert vor allem Schnittstellen von Kabelmodems und dazugehörigen Peripheriegeräten. Der wichtigste Anwendungsbereich ist die schnelle Übertragung von Daten über bestehende Kabelfernsehnetze.

dreidimensionales Fernsehen
s. 3DTV

DRM / DRM+
Steht für Digital Radio Mondiale (wörtlich: weltweites Digitalradio) und ist für digitalen Hörfunk in den Frequenzbereichen Kurz-, Mittel- und Langwelle entwickelt worden. Es können auch Daten zusätzlich zu Ton übermittelt werden. Die Weiterentwicklung DRM+ ist ein Standard auch für den UKW-Bereich.

DSL
Die „digital subscriber line“ erlaubt die Nutzung des Telefonnetzes für zusätzliche Datenübertragung neben der Grundfunktion Sprachkommunikation.

DTH
Als „direct to home“ wird der Direktempfang von Programmen beim Nutzer bezeichnet – besonders beim Satelliten-Fernsehen.

DVB (-C, -S, -T,-H)
Digital Video Broadcasting ist die Sammelbezeichnung für digitales Fernsehen und umfasst eine ganze Familie von Standards für die verschiedenen Fernsehübertragungswege Kabel (C), Satellit (S), Terrestrik (T) sowie die Verknüpfung mit anderen digitalen Bewegtbildverfahren und Medien. H steht für Handheld – also den TV-Empfang an Handys. Im europäischen DVB-Projekt mit Sitz in Genf haben sich über 270 Mitgliedsfirmen zusammengeschlossen.

DVI
Abkürzung für „Digital Visual Interface“. Bezeichnet eine standardisierte Schnittstelle für digitale Videodaten. Über diesen Weg kann zum Beispiel eine Set-Top-Box (STB) an einen Flachbildschirm angeschlossen werden.

EPG (Electronic Programme Guide)
Ein Electronic Programme Guide (wörtlich: elektronischer Programmführer) bietet zusätzliche TV-Programminformation, die die Zuschauer wie eine Programmzeitschrift am Bildschirm nutzen können. Über einen EPG ist oft auch die Steuerung von TV-Aufnahmen in Recordern möglich. Der EPG basiert auf von den Sendeanstalten ausgestrahlten Service-Information-Daten. EPGs werden u. a von
Geräteherstellern und Plattformbetreibern, aber auch von unabhängigen Dritten angeboten.

Ethernet
Als Ethernet wird ein Übertragungsstandard für lokale Datennetze (LAN) bezeichnet. Dabei sind im Fast Ethernet Datenraten bis 100 Mbit/s und bei Gigabit Ethernet zwisxhen 1 und 10 Gbit/s möglich.

Euro-AV
Wird auch SCART genannt. Bezeichnet ein 21poliges Steckersystem, das Fernseh-, Video- und HiFi-Geräte miteinander verbindet, aber nur analoge Signalübertragung ermöglicht.

Farbraum
Der Farbraum gibt an, welche Farben ein Bildschirm durch Mischung der Grundfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B) hinsichtlich Farbton und Farbsättigung erzeugen kann. Die Darstellung erfolgt durch ein Dreieck in dem als Fläche dargestellten Spektrum aller sichtbaren Farben.

Farbtiefe
Angabe über die durch Abtastung des Chrominanzsignals verfügbaren Farbabstufungen. Die bisher übliche Abtastung mit 8 bit ergibt 256 Abstufungen, die angestrebte Abtastung mit 10 bit führt dagegen zu 1024 Abstufungen.

Farbvolumen
Das Farbvolumen kennzeichnet das Zusammenwirken der von der Wiedergabeeinrichtung (z.B. Bildschirm) darstellbaren Farben ( ➡ Farbraum), der vorhandenen Farbabstufungen ( ➡ Farbtiefe) und dem Kontrastumfang ( ➡ HDR oder SDR).

Frequenz

Als Frequenz wird die Zahl der Schwingungen des Übertragungssignals pro Sekunde bezeichnet. Sie wird in Hertz (Hz) angegeben. Diese Einheit ist nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz  benannt. Als Frequenzen werden in der Terrestrik auch bestimmte Sendeplätze bezeichnet.

FTA
Die Abkürzung steht für „free to air“ (wörtlich: frei über die Luft) und  bezeichnet den kostenfreien Empfang von Programmen über einen beliebigen Übertragungsweg. Set-Top-Boxen mit der Kennzeichnung FTA können keine verschlüsselten Programme empfangen.

fps (Frames per Second)
Maßangabe für die Zahl der pro Sekunde übertragenen Daten eines einzelnen Fernsehvollbildes. Dabei ist 1 fps = 1 Hz.

Gesichtsfeld
Wird auch als Gesichtswinkel, Sichtwinkel, Blickwinkel oder Sehwinkel bezeichnet. Mit beiden Augen erfassbarer Sichtbereich. Er beträgt beim Menschen horizontal etwa 180 Grad, während es vertikal etwa 120 Grad sind.

Glasfasernetz
Ein Glasfasernetz ist ein Übertragungsmedium zur Datenkommunikation in Form einer Verbindung mehrerer Glasfaserkabel-Systeme (auch Lichtleiter) zu einem Netzwerk. Sie bilden mit ihren hohen Datenübertragungsraten quasi das Rückgrat (Backbone) der weltweiten Kommunikationsnetze – während die „letzte Meile“ in die Haushalte bzw. Unternehmen meist die schon vorhandenen Telefon-Kupfer-Doppeladern oder Koaxialkabel nutzt.

Gleichwellennetz (Single Frequency Network - SFN)
Beim Gleichwellennetz wird über mehrere Sendeanlagen in einem Gebiet das gleiche Signal über die selbe Frequenz ausgestrahlt. Dadurch wird eine bessere Nutzung der verfügbaren terrestrischen Übertragungskapazitäten für DVB-T, DAB, DMB und andere erreicht.

Großflächenflimmern
Es kann bei den in Europa gebräuchlichen PAL- und SECAM-Systemen des analogen Fernsehens auftreten, denn sie arbeiten normalerweise mit einer Frequenz von 50 Hz. Dabei werden in jeder Sekunde 50 Halbbilder auf den Bildschirm "geschrieben". Verdoppelt man die Frequenz auf 100 Hz, so verschwindet das Großflächenflimmern vollständig.

H.264 (AVC)
Bezeichnung der ITU (Internationale Fernmeldeunion) für das Videocodierungs-Verfahren AVC.

H.265
siehe: HEVC

Halbbilder

Das analoge und zum Teil auch das digitale Fernsehen arbeitet historisch bedingt und wegen begrenzter Frequenzen bislang nicht wie die herkömmliche Fotografie oder Kinematographie mit Vollbildern, sondern nur mit Halbbildern. Das heißt, jedes einzelne Vollbild wird aufgeteilt in zwei Halbbilder, im Zeilensprungverfahren übertragen und beim Empfang wieder in ein Vollbild zusammengesetzt. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".

HbbTV
Die Abkürzung steht für „Hybrid broadcast broadband Television“ und regelt die Verbindung von TV- und Internetangeboten in modernen Fernsehempfangsgeräten. Es handelt sich bei HbbTV um einen europäischen Standard, der im Juni 2010 vom europäischen Institut für Telekommunikationsnormen ETSI anerkannt wurde. Er ermöglicht die vollständige Darstellung fernsehgebundener Zusatzdienste durch einen breitbandigen Internetanschluss (DSL). Ein zentrales Merkmal von HbbTV spielt die roten Farbtaste der TV-Fernbedienung. Mit dieser Red Button-Funktion können im laufenden Fernsehprogramm Zusatzdienste des jeweiligen Veranstalters im Web am TV-Bildschirm aufgerufen werden.

HDCP [high-bandwidth digital content protection]
Kopierschutzverfahren, das die illegale Vervielfältigung multimedialer Inhalte mit hoher Bildauflösung durch verschlüsselte Übertragung verhindert. Bei Steckverbindungen steht deshalb an keinem Kontakt das unverschlüsselte  Signal mit hoher Bildauflösung zur Verfügung. Für Ultra HD-Inhalte wird die Version HDCP 2.2 als Kopierschutz benötigt.

HD (High Definition) / HDTV
Bezeichnung für die gegenüber dem bisherigen Standard höhere Bildauflösung. HDTV steht für „High Definition Television“ und bedeutet hochauflösendes digitales Fernsehen. Die Bildauflösung beträgt mindestens 1280 x 720, angestrebt wird jedoch 1920 x 1080. Bei normal auflösendem Fernsehen SDTV beträgt die Auflösung nur 720 x 576. Um HDTV empfangen zu können, muss die gesamte Empfangsausrüstung einschließlich TV-Gerät HDTV-tauglich  und mit HDMI-Kabeln verbunden sein - siehe "Wissenswertes zu HDTV".

HDMI [high definition multimedia interface]
Standard-Schnittstelle für multimediale Signale mit hoher Auflösung. HDMI ermöglicht die Verbindung zwischen digitalen Geräten der Unterhaltungselektronik, wobei  nicht nur die digitalen Video- und Audiodaten, sondern auch Informationen bezüglich der Urheberrechte übertragen werden. Damit wird sichergestellt, dass der Kopierschutz  HDCP funktioniert. Für Ultra HD-Inhalte wird mindestens die Version 2.0 der Schnittstelle HDMI benötigt (HDMI 2.0).

HDR [high dynamic range]
Bezeichnung für Bewegtbild mit hohem Dynamikumfang bei Helligkeit [Luminanz] und Farbe [Chrominanz]. Durch HDR wird der gegenüber SDR [standard dynamic range] erweiterte Kontrastbereich im Bild gekennzeichnet. Es handelt sich dabei um den Bereich zwischen der dunkelsten und der hellsten Stelle, also im Grenzfall zwischen schwarz und weiß. Die Angabe erfolgt durch den jeweiligen Wert für die Leuchtdichte in der Einheit Candela pro Quadratmeter (cd/m²), auch „nits“ genannt. Für UHD-1 wird der Bereich von 0,0005 cd/m² bis10.000 cd/m² angestrebt. Die Zahl der Kontraststufen hängt von der für das Quellensignal verwendeten Abtastrate ab. Bisher erfolgt  die Abtastung mit 8 bit, was zu 256 Kontraststufen führt. Künftig kommen für die Abtastung 10 bit oder 12 bit zum Einsatz. Es stehen dann 1024 bzw. 4096 Kontraststufen zur Verfügung.

HD-Radio
Als konkurrierendes System für digitales Radio zu DAB in den USA entstanden. Technisch wird es auch als "In-band-on-channel" (IBOC) bezeichnet. Praktisch bedeutet es, dass über eine terrestrische Frequenz ein analoges mit zwei digitalen Signalen gemeinsam ausgestrahlt werden, so dass ein analoges Radio- und zwei digitale Radioprogramme empfangbar sind.

HDready
Ein Zertifikat, das von der Organisation der europäischen Unterhaltungselektronik-Hersteller DIGITALEUROPE (früher: EICTA), für  hochauflösende digitale Wiedergabegeräte, wie Flachbildschirme und Videoprojektoren (Beamer), als Logo definiert wurde. Geräte mit dem HDready-Logo gewährleisten, dass sie bestimmte technische Anforderungen erfüllen (z.B. Bildauflösung, Bildformat…). Siehe auch die Broschüre "Wissenswertes zu HDTV".

100-Hertz(Hz)-Technik
Wird zur Vermeidung von Großflächenflimmern eingesetzt. Dazu speichert man das vom Sender übertragene Bild in einem Speicher und liest es mit doppelter Geschwindigkeit in einer 50stel Sekunde also zweimal aus. Inzwischen werden auch TV-Geräte mit 200-Hertz-Technik und
600-Hertz-Technik angeboten.

HEVC [high efficiency video coding]
Derzeit leistungsfähigstes Videocodierungsverfahren, mit dem UHD-1-Videosignale auf etwa 20 Mbit/s reduziert werden können. Empfangseinrichtungen für UHD-1 müssen deshalb mit einem HEVC-Decoder ausgestattet sein. Der Standard für HEVC wird von der Internationalen Fernmeldeunion [International Telecommunication Union (ITU)] als H.265 bezeichnet. Gegenüber der Videocodierung H.264/MPEG-4/AVC weist HEVC eine 50 Prozent bessere Effizienz auf.

HFR [high frame rate]
Mit HFR wird die Erhöhung der Bildfrequenz beschrieben, die eine bessere Erkennbarkeit schneller Bewegungsvorgänge im Bild bewirkt. Die bisher üblichen Bildfrequenzen 24 Hz, 50 Hz und 60 Hz sollen dabei verdoppelt werden. HFR ist deshalb durch die Bildfrequenzen, 100 Hz oder 120 Hz gekennzeichnet. Die Frequenzangaben beziehen sich auf die Zahl der Vollbilder pro Sekunde. Häufig wird auch die gleichwertige Bezeichnung fps [frame per second] verwendet.

HLG [hybrid log gamma]
Ein von der BBC (GB) und NHK (Japan) erstellter offener Standard, der gegenüber PQ eine andere Variante für den nicht-linearen Zusammenhang zwischen der opto-elektrischen Wandlerkurve von Kameras und der elektrisch-optischen Wandlerkurve von Flachbildschirmen spezifiziert. Während sich HLG-Inhalte auf HDR-Flachbildschirmen im Wesentlichen nicht von PQ-Inhalten unterscheiden, ist die Darstellung von HLG-Inhalten auf SDR-Flachbildschirmen mit der von Ultra HD-Signalen ohne HDR vergleichbar. HLG ist also zu SDR rückwärtskompatibel.

HSDPA / HSUPA

Mit “high speed downlink bzw. uplink packet access“ werden Verfahren zur Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS bezeichnet. Dabei sind Datenrate von bis zu 14,6 Mbit/s (downlink) und bis zu 5,8 Mbit/s (uplink) möglich.

Hybrid
Das aus dem Lateinischen stammende Wort bezeichnet Vermischtes. Durch Digitalisierung und Konvergenz entstehen bei den Medien hybride Angebote und Geräte, bei denen zwei verschiedene Technologien in einem System gemischt werden – etwa Internet-Angebote und TV-Programme. Siehe auch das „White Book Hybrid-TV“ oder die Broschüre „Hybrid-TV“

Hybrid-TV
Bezeichnet die Fähigkeit von Geräten der Unterhaltungselektronik, Rundfunk- wie auch Internet-Dienste zu empfangen und am TV-Flachbildschirm darzustellen. Dazu müssen Hybrid-TV-Geräte außer DVB-Signalen über Kabel, Satellit oder Antenne auch an das breitbandige Internet angeschlossen sein. siehe auch Connected TV oder Smart-TV.

Hyperband

Ist ein Frequenzbereich von 300 bis 470 MHz für den Fernsehempfang, der in Kabelanlagen zusätzliche Empfangskanäle erschließt. Im Hyperband finden vorzugsweise digitale Fernsehübertragungen statt.

iDTV
Die Abkürzung steht für „Integrated Digital Television“, übersetzt: integriertes digitales Fernsehgerät. Es handelt sich um Flachbildschirme, in denen die für den Empfang jeweils erforderlichen Tuner (z.B. für Kabel, Antenne, Satellit) bereits integriert sind. Zumeist gibt’s es auch Steckplätze für Zusatzmodule – etwa für CI oder CI +.  

immersiv
Dieser aus dem Lateinischen stammende Begriff steht in wörtlicher Übersetzung für „eintauchen“. Bezogen auf Ultra HD ist damit das Eintauchen des Nutzers in eine im bisher noch nicht bekannte Klang- und Bildwelt gemeint, die dem natürlichen Hören und Sehen sehr nahe kommt.

Interaktives Fernsehen
Eine auf Digitaltechnik basierende Fernsehübertragung mit Rückkanälen, über die es Zuschauern möglich ist, Programm individuell zusammenzustellen und Datendienste zu nutzen. Für analoge Fernsehgeräte wird als Zusatzeinrichtung ein Digitalempfänger (Set-Top-Box) benötigt, der u. a. die komprimierten Digitaldaten in analoge Signale umwandelt sowie ein Freischalt- und Entschlüsselungssystem für Pay-TV-Angebote enthält.

Integrated Receiver-Decoder (IRD)
Zusatzgerät zum Empfang des digitalen Fernsehens. Es wandelt die komprimierten Datenpakete in ein Bildsignal um, das auf einem angeschlossenen Fernsehgerät oder Monitor wiedergegeben werden kann. (auch: Set-Top-Box)

Interlacing
Der englische Begriff für „Verschränkung“ bezeichnet die Art und Weise, wie Fernsehprogramme in Halbbilder aufgeteilt versendet werden. Das erneute Zusammenfügen zu Vollbildern wird als De-Interlacing bezeichnet. Beim hochauflösenden digitalen Fernsehen HDTV gibt es verschiedene Formate, bei denen statt Vollbildern nur Halbbilder übertragen werden – das Kürzel „i“ steht dafür. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".

Interleaving
Verschachtelung von Worten eines Datenstroms auf verschiedene (Daten-) Blöcke. Dadurch können äußere Störungen, z.B. auf der Übertragungsstrecke, durch die Fehlerkorrektur besser eliminiert werden.

Internet-TV
Als Internet-TV im weitesten Sinne werden im Web verfügbare Bewegtbild-Inhalte
bezeichnet. Beim Internet-TV (auch Web-TV) können beliebige Inhalte und Programme, die online frei verfügbar sind, zu jeder Zeit und überall genutzt werden. Das störungsfreie Streaming kann bei Internet-TV – im Gegensatz zu IPTV – nicht garantiert werden.

IP-Datacast
IP-Datacast ist der Name für den Standard zur Einspeisung von Daten im Format des Internet Protocol (IP) bei der Verbreitung von digitalem Fernsehen. Er erlaubt auch die Verbindung von Rundfunk und interaktiven Anwendungen über einen Rückkanal und wurde speziell für DVB-H von der DVB-Projektgruppe entwickelt.

IPTV
Abkürzung für „Internet Protocol Television“. Damit wird die Übertragung von Fernsehen mithilfe des Internet-Protokolls über breitbandige DSL-Netze durch den jeweiligen Netzbetreiber bezeichnet. Im Gegensatz zu Web-TV ist bei IPTV die Signalqualität gesichert, so dass die Programme auch auf größeren TV-Bildschirmen fehlerfrei in Fernsehqualität zu sehen sind. IPTV hat sich seit 2006 als vierter Rundfunkübertragungsweg neben Satellit, Kabel und Terrestrik etabliert.

ISP (Internet Service Provider)
Ein Internetdienstanbieter offeriert Dienste, Inhalte und/oder technischen Leistungen, die Voraussetzung für die Nutzung oder den Betrieb von Internetverbindungen sind. Dabei erfolgt der Transfer von IP-Paketen in und aus dem Internet – leitungsgebunden oder per Funk.

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Kompression
In der Computer- und Rundfunktechnik bezeichnet Kompression die Verdichtung digitaler Information (Daten). Dabei werden zwischen zwei Zeitintervallen nicht veränderte Daten (Redundanz) entfernt und so kann Speicherplatz und Übertragungsbedarf (Bandbreite) gespart werden.

Konvertierung
Wenn unterschiedliche Formate von Daten und Informationen bei digitaler Kommunikation umgewandelt werden, spricht man von Konvertierung. Qualitätsverluste sind oft nicht ganz auszuschließen, insbesondere wenn Signale mehrmals konvertiert werden.

LAN
LAN bedeutet Local Area Network (lokales Netzwerk) und ermöglicht einen leitungsgebundenen Datenaustausch. Erfolgt dieser über Funkfrequenzen, spricht man von WLAN. In Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien und den USA ist auch der Begriff WiFi geläufig. LAN und WLAN dienen vor allem zur Verbindung von Computern, finden aber auch bei hybriden TV-Geräten und Hybrid-Receivern zunehmend Verwendung, um Angebote über das Internet auf den Fernsehbildschirm zu holen.

LCD [liquid crystal display]
Technik für Flachbildschirme, bei der für die Bildpunkte Flüssigkristalle zum Einsatz kommen, deren Lichtdurchlässigkeit extern steuerbar ist. Für die bestimmungsgemäße Funktion wird bei LCDs eine Hintergrundbeleuchtung [backlight] mit möglichst weißem Licht benötigt, was inzwischen nur noch durch Leuchtdioden [light emitting diode (LED)] erfolgt. Diese LEDs können flächig, an den Rändern oder in definierten Anordnungen hinter den Flüssigkristallen angeordnet sein.

Lineares Fernsehen
Wenn Fernsehprogramme 1:1 gesendet und direkt empfangen werden, spricht man von linearem Fernsehen. Nicht-lineares Fernsehen bezeichnet dagegen die zeitversetzte Nutzung von TV-Sendungen durch die Zuschauer.

LNB (Low Noise Blockconverter)
Die Abkürzung kann mit rauscharmer Frequenzblock-Umsetzer übersetzt werden. LNBs werden in  der Satellitentechnik eingesetzt, als zur Signalbündelung bei der Parabolantenne erforderliche Baugruppe. Ein LNB setzt die Satellitensignale (etwa Radio und TV) in einen anderen Frequenzbereich um, verstärkt sie und leitet sie an einen Receiver (Empfänger) weiter.

LTE
Mit der Abkürzung für Long Term Evolution (wörtlich: Langzeitentwicklung) wird ein neueres Mobilfunkverfahren bezeichnet, das Datenübertragung über terrestrische Sendenetze möglich macht. Bei Bandbreiten zwischen einem und 20 MHz sollen Datenraten von 75 Mbit/s bis 300 Mbit/s möglich sein, was auch für die Übertragung von Rundfunk geeignet ist.

Luminanz
Helligkeitsinformation der Bildpunkte (Pixel) eines Fernsehbildes.

MAZ
Magnetische (Bild-) Aufzeichnung im Fernsehstudio. Dort bezeichnet man auch die Aufzeichnungsmaschinen als "MAZ".

Mediathek
Ein Online-Angebot, das den einfachen und übersichtlichen Zugriff auf verschiedenste online verfügbare Audio- und Videodateien ermöglicht. Bevorzugter Zusatzservice von TV-Sendern bei HbbTV / Smart-TV.

Miracast
Funkgestützte Schnittstelle, mit der Audio- und Videosignale von mobilen Geräten auf stationäre HD-Endgeräte übertragen werden können. Die Reichweite beträgt bis zu 10 m, ein Sichtkontakt zwischen
den Geräten ist nicht erforderlich.

Modulation
Bei der Kommunikation bezeichnet das aus dem Lateinischen stammende Wort die Veränderung von Signalen, um sie besser übertragen zu können. Beim analogen Hörfunk bezeichnen AM (für LW, MW, KW) und FM (für UKW) Modulationsverfahren. Besonders digitale Medien und Kommunikation arbeiten mit der Signalumwandlung, die beim Empfang auch eine Demodulation verlangt.

MPEG
Das Kürzel steht für Standards zur Komprimierung (Datenreduzierung) von bewegten Bildern und von Tönen – entwickelt von der Motion Picture Experts Group. MPEG-2 findet heute weltweit in nahezu allen digitalen Fernsehsystemen Anwendung. Die Weiterentwicklung MPEG-4 bietet noch höherer Datenkompression und wird besonders bei hoch auflösendem Fernsehen HDTV angewandt.

Multicast
Datenübertragung von einer zentralen Stelle an eine definierte Gruppe von Nutzern (Punkt-zu-Multipunkt-Verbindung). Der Vorteil von Multicast im Vergleich zu Unicast besteht darin, dass gleichzeitig Nachrichten an mehrere Teilnehmer oder an eine geschlossene Teilnehmergruppe übertragen werden können, ohne dass sich die hierfür verwendete Datenübertragungsrate erhöht.  Der Unterschied zu Broadcast (Rundfunk) besteht darin, dass beim Broadcast Inhalte verbreitet werden, die jeder mit der geeigneten Empfangsausrüstung ansehen kann, wohingegen beim Multicast vorher eine Anmeldung beim Sender erfolgen muss.

Multimedia Home Platform (MHP)
Der MHP-Standard ermöglicht beim digitalen Fernsehen Zusatzanwendungen zum TV-Programm, darunter auch multimediale interaktiver Angebote und Dienstleistungen.

Multiscreen
Im Bereich Rundfunk und Auslieferung von Content (überwiegend Video-Inhalte) versteht man unter Multiscreen die Aufbereitung und Umwandlung in verschiedene Formate, Bitraten und Auflösungen für verschiedenste Bildschirm- und Abspielgeäte, wie Smart-TVs, Set-Top-Boxen, Smartphones, Tablets und PCs bzw. Laptops. Weitere mögliche Plattformen sind Spielekonsolen, externe Medienplayer und Blu-ray Player.

Multiplex (ing)
Der vom lateinischen Wort für vielfältig stammende Begriff bezeichnet Arten der Signalübertragung, bei der mehrere Programme gebündelt und über einen Weg (z.B.Frequenz) übertragen werden. Beim Empfänger ist dann ein Demultiplexing nötig.

Netzwerk / Home Network
Verbindung netzwerkfähiger Home-Entertainment-Komponenten (TV, Blu-ray-Player, Spielekonsole, PC, Datenspeicher etc.) zu einem privaten Netzwerk, kabelgebunden oder drahtlos. Ermöglicht den Zugriff auf unterschiedliche Medien (Filme, Musik, Bilder) über das Netzwerk auf verschiedenen Endgeräten (TV, PC, Tablet, Smartphone) in mehreren Räumen oder dem gesamten Haus. Siehe auch DLNA.

NFC
Die „near field communication“ ist ein standardisiertes System für kontaktlose Datenkommunikation
über Entfernungen bis maximal 10 cm. Die maximale Datenrate beträgt 424 kbit/s, wobei über so genannte „tags“ vom Nutzer definierbare Funktionen bei Kopplung zweier NFC-Geräte ausgeführt werden.

NGA [next generation audio]
Es handelt sich um alle von UHD-1 und UHD-2 unterstützten neuen Systeme für die Tonübertragung. Diese haben das Ziel, dem natürlichen Hören so nahe wie möglich zu kommen. Es handelt sich dabei um Raumklangsysteme [surround sound] bis hin zu 3D-Audio. Dabei werden kanalbasierte Formate zunehmend durch objektbasierte Formate abgelöst.

Nichtlineares Fernsehen
Wird auch als zeitversetztes Fernsehen bezeichnet. Wenn Zuschauer TV-Sendungen nicht dann sehen, wenn sie ausgestrahlt werden, spricht man von nichtlinearem Fernsehen. Typische Beispiele sind die Mediatheken  der verschiedenen Programmveranstalter und diverse Angebote für Abruf-Fernsehen VoD (Video on Demand).

OLED [organic light emitting diode]
Technik für Flachbildschirme, bei der für die Bildpunkte Leuchtdioden [light emitting diode (LED)] aus organischem Material zum Einsatz kommen. Jeder Bildpunkt wird dabei aus drei dieser Leuchtdioden gebildet und zwar in den Grundfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B). Dafür gilt auch die Bezeichnung Farbtripel. Bei OLED-Flachbildschirmen ist im Gegensatz zu LCDs keine gesonderte Hintergrundbeleuchtung erforderlich, weil die Leuchtdioden den extern steuerbaren Lichtstrom selbst erzeugen. OLED-Flachbildschirme zeichnen sich im Vergleich zu herkömmlichen Flüssigkristallbildschirmen (LCD) durch brilliantere Farben und intensives Schwarz aus. Außerdem verfügen sie über viel höheren Kontrast, benötigen wesentlicher weniger Energie und haben eine geringere Reaktionszeit.

Optical Disc
Optisches Speichermedium in Form runder Scheiben, üblicherweise unter Verwendung eines Lasers.
Typische Beispiele dafür sind die CD, die DVD und die BD.

OTT (over the top) / OTT-TV
Der englische Begriff Over the top (OTT) bezeichnet die Online-Übermittlung von Video- und Audioinhalten. Die Übertragung erfolgt unabhängig von der Bandbreite - dadurch kann die technische Qualität nicht garantiert werden. Die Nutzer können auf OTT-Inhalte über onlinefähige Geräte, wie PCs, Laptops, Tablet-PCs, Smart TV-Bildschirme, Set-Top-Boxen und Spielekonsolen zugreifen. OTT-TV ist ein Verfahren, dass dem Kunden den Empfang von Internet-Inhalten auf seinem Fernseher erlaubt, wobei die Inhalte vom OTT-Anbieter oft noch speziell für das TV-Gerät aufbereitet werden (z.B. Google-TV).

Overlay
Überlagerung eines Bildinhaltes auf dem Bildschirm durch eine andere Anwendung.

PAL / PALplus
PAL steht für Phase Alternating Line: In Deutschland entwickeltes, heute noch weitverbreitetes analoges Farbfernsehsystem, das zur besseren Farbstabilität mit Phasenumschaltung von Zeile zu Zeile arbeitet. Mit PALplus wird ein auf PAL aufbauendes, kompatibles Übertragungssystem bezeichnet, mit dem seit Januar 1994 Programme im Breitbildformat (16:9) auch über terrestrische Sender ausgestrahlt wurden.

Parallaxe
Phänomen der angeblichen Änderung der Position eines Objekts, wenn es einmal mit dem linken Auge betrachtet wird und danach mit dem rechten Augen. Kann bei bewegten Bildern die Abstände zwischen Vordergrund und Hintergrund verändern.  

Pay-TV
Pay-TV steht für Bezahlfernsehen und ist eine Form der Programmausstrahlung in verschlüsselter Form, die nur von Besitzern eines entsprechenden "Descramblers" empfangen werden kann. In Deutschland werden verschlüsselte Programme vorrangig von Sky (früher Premiere) verbreitet.

Pay-per-View
Programmform, bei der der Teilnehmer TV-Beiträge individuell auswählen kann, diese aber jeweils bezahlen muss und nur für die jeweilige Sendung / den Film einzeln bezahlt.

PDR / PVR
Abkürzung für „Personal Digital Recorder“. Eine vergleichbare Bezeichnung ist PVR (Personal Video Recorder). In beiden Fällen ist damit ein digitaler Festplattenspeicher gemeint, der entweder in der Set-Top-Box (STB) integriert ist oder ein eigenständiges Gerät bildet.  Diese Geräte verfügen über eine so genannte "Time-Shift-Funktion", die das zeitversetzte Ansehen von Sendungen ermöglicht.

PIP (picture in picture)
siehe: Bild-im-Bild

Pixel
Mit Pixel wird ein Bildpunkt als die kleinste Einheit digitaler Bilder bezeichnet. Ein Bildschirmpixel etwa beim Fernsehen besteht meist aus drei Farbpunkten jeweils einer Grundfarbe (Rot, Grün und Blau). Die tatsächliche Größe eines Pixels hängt von der Größe des Bildschirms ab und aus je mehr Bildpunkten eine Zeile beim digitalen Fernsehen besteht, desto höher die Qualität der Bildwahrnehmung durch die Zuschauer.

Plasma-Flachbildschirm
Bei Plasma-Flachbildschirmen wird verschiedenfarbiges Licht mit Leuchtstoffen erzeugt, die durch von Gasentladungen erzeugtes Plasma angeregt werden. Diese Bildschirme kommen vor allem bei großen Geräten ab 37 Zoll Diagonale zum Einsatz.

Playout
Playout ist der englische Begriff für Ausspielung und betrifft die digitalen Medien. Es handelt sich um eine technische Einrichtung, in der Signale für die Verbreitung fertig gestellt werden. Das umfasst die Codierung, die Modulation, die Multiplexbildung und die Speicherung. In einem Playout-Center findet die Sendeabwicklung für digitalen Rundfunk statt.

PMT
Ein Program Map Table (wörtlich: Programm-Karten-Tabelle) ist beim digitalen Fernsehen eine Übersicht über einzelne Programme und Sendungen, die jeweils mit einer eindeutigen Identifikationsnummer versehen sind. Besonders wichtig ist die so genannte dynamische PMT, die für die korrekte Auswertung und Darstellung der von Sendern ausgestrahlten Umschaltsignale für wechselnde Programme in einem Multiplex sorgt. Zum Beispiel teilen sich die Regionalprogramme der ARD zu bestimmten Zeiten in lokale Fenster auf und Decoder bzw. Receiver sollten dies den Zuschauern signalisieren. Details unter www.ard-digital.de.

Polarisationsbrille
Wird auch als Polfilterbrille bezeichnet. Dient zur Wahrnehmung von 3D-Bilden, bei denen beide Teilbilder mit unterschiedlich polarisiertem Licht wieder gegeben werden. Die Polarisation der Brillengläser stellt sicher, dass jedes Auge nur das ihm zugedachte Teilbild sieht.

Powerline (PLC)
Die „powerline communication“ ist ein Verfahren zur Nutzung des Stromnetzes in Wohnungen, Häusern und anderen Gebäuden für Datenkommunikation. Mittels spezieller Adapter können normale Stromsteckdosen auch für TV- und Bewegtbildverbreitung im jeweiligen Stromnetz genutzt werden.

PQ [perceptual quantizer]
Ein von der SMPTE [Society of Motion Picture and Television Engineers] erstellter offener Standard, der eine Variante für den nicht-linearen Zusammenhang zwischen der opto-elektrischen Wandlerkurve von Kameras und der elektrisch-optischen Wandlerkurve von Flachbildschirmen spezifiziert.

Progressiv
Mit progressiv (fortlaufend) wird beim digitalen Fernsehen Aufnahme und Übertragung von Vollbildern bezeichnet, also ohne Zeilensprung. Beim hochauflösenden Fernsehen HDTV gibt es solche Vollbildübertragungen, entsprechende Formate werden dabei mit „p“ gekennzeichnet. Siehe auch die Broschüre "Wissenswertes zu HDTV".

proprietär
Als proprietär wird eine Technik oder Technologie bezeichnet, die nur für die Geräte/Dienste eines bestimmten Herstellers oder Betreibers funktionieren und zumeist von diesem auch entwickelt wurden.

PVR
siehe: PDR

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Receiver
Das englische Wort für Empfänger steht für eine Kombination von Tuner (Filter) und Decoder beim Rundfunkempfang. Es kann sich um ein separates Gerät handeln oder um eine im Fernsehgerät integrierte Baugruppe. Für das digitale Fernsehen werden für jeden Übertragungsweg gesonderte Receiver benötigt, weil bei Satellit, Kabel und Terrestrik die DVB-Signale unterschiedlich sind.

Red-Button-Funktion
Als Teil des HbbTV-Standards wird eine (rote) Farbtaste auf der Fernbedienung definiert,
über die spezielle Internet-Dienste aus dem laufenden Fernseh-Programm heraus aufgerufen werden können.  Dadurch werden programmbezogene Anwendungen gestartet oder beendet, die über eine Internetverbindung in das TV-Gerät kommen.

Rückkanal
Ein Rückkanal ist eine Datenverbindung im breitbandig aufgerüsteten Rundfunkkabelnetz oder der modernen Telefonleitung, der für den Datentransfer vom TV-Haushalt zum Sender zur Verfügung steht. Er ermöglicht interaktives Fernsehen: Der Zuschauer kann sich beispielsweise in laufenden Sendungen an Abstimmungen beteiligen, mitraten oder Waren bestellen und bezahlen.

Sat > IP
Beim “satellite over IP”-Verfahren werden digitale Satellitensignale (DVB-S/S2) direkt in IP-Datenströme verwandelt. So können zum Beispiel TV-Programme über ein vorhandenes Hausnetz leitungs- oder funkgebunden verteilt werden - ohne gebäudeinterne Satelliten-Zwischenfrequenz-Verteilung mittels Koaxialkabel. Die von SES/Astra entwickelte Spezifikation ist schon in erste TV-Empfangsgeräte integriert.

SCART

s. Euro-AV

Schärfentiefe
siehe: Tiefenschärfe

Scrambling
Verschlüsselung von Pay-TV-Programmen, die damit nur gesehen werden können, wenn der Teilnehmer ein entsprechendes Entschlüsselungsgerät (siehe Descrambler) zur Verfügung hat.

SDK
Unter Software Development Kit werden Werkzeuge zur Entwicklung von Applikationen (Apps) für spezielle Smart-TV-Portale verstanden. Sie ermöglichen es Drittanbietern, ihre Dienste und Services für das jeweilige Smart-TV-Portal kompatibel zu gestalten.

SDR [standard dynamic range]
Es handelt sich um die Angabe des bei den bisherigen Bildauflösungen (SD, HD, Full HD) üblichen Kontrastumfangs im Bild und zwar als Bereich zwischen der dunkelsten Stelle und der hellsten Stelle, als im Grenzfall zwischen schwarz und weiß. Wegen der Abtastung des Quellensignals mit 8 bit sind nur 256 Kontraststufen verfügbar.

SDTV

Steht für Standard Definition Television und bedeutet digitales Fernsehen in normaler Bildauflösung. In Deutschland beträgt sie 756 x 576 Bildpunkte im Format 4:3 und ist mit der bisherigen Qualität des analogen Fernsehens vergleichbar. Gesendet werden 25 Vollbilder oder 50 Halbbilder pro Sekunde.

SECAM
Die Abkürzung steht für Séquentiel Couleur à Memoire. Es handelt sich um ein in Frankreich entwickeltes und in Konkurrenz zu PAL eingeführtes analoges Farbfernsehsystem.

Second Screen
Der „zweite Bildschirm“ bezeichnet ein mobiles Bildschirmgerät (Tablet-PC, Smartphone), das mit dem TV-Flachbildschirm interagieren kann. Dabei können der „First Screen“ gesteuert, Mediatheken durchsucht oder Hintergrundinformationen zum laufenden Programm abgerufen werden. Auch der Austausch über TV-Sendungen mit Teilnehmern eines sozialen Netzwerkes ist möglich und sogar die Verbindung zur TV-Show (Social TV).

Shutterbrille
Wird auch als Blendenbrille bezeichnet. Dient zur Wahrnehmung zeitlich gestaffelt übertragener Teilbilder. Durch elektronische Steuerung wird sichergestellt, dass jedes Auge nur das ihm zugedachte Teilbild sieht.

Smart Card
Die Smart Card hat die Form einer Scheckkarte und wird als Freischaltschlüssel z.B. beim kostenpflichten Abo-Fernsehen benötigt. Die Smart Card wird in den Decoder eingeschoben. Sie enthält Angaben über die Benutzer-Identifikation sowie über die für ihn freigegebenen Programme.

Smart Home
Technische Verfahren und Systeme in Wohnungen, Häusern und anderen Gebäuden zur komfortablen Steuerung dort eingesetzter Geräte. Dabei können Haus- und Haushaltstechnik ebenso wie Kommunikations- und CE-Technik vernetzt werden.

SmartLNB
Die Empfangseinheit einer Satellitenanlage ist ein LNB (rauscharmer Frequenzblock-Umsetzer), bei der Satellitensignale (Radio und TV) in einen anderen Frequenzbereich umgesetzt, verstärkt und für  Receiver (Empfänger) nutzbar gemacht werden. Bei SmartLNB wird der Satelliten-Direktempfang im Ku-Band mit einem Rückkanal zum Satelliten im Ka-Band kombiniert. So ist Webnutzung via Satellitenanlage möglich.

Smart-TV
Gattungsbegriff für die neue TV-Generation: Fernseh- und andere CE-Geräte, mit denen der Zuschauer auf eine Vielzahl an zusätzlichen Diensten und Inhalten – vor allem aus dem Internet – zugreifen kann. Einige sind als Apps in einer Galerie dargestellt, andere werden über den roten Knopf der Fernbedienung direkt aus dem laufenden Programm der TV-Sender aktiviert. Smart-TVs werden von einer Vielzahl von Herstellern angeboten und müssen neben einem Anschluss für Rundfunksignale auch breitbandig mit dem Internet verbunden werden. Sie werden je nach Hersteller auch als Hybrid-TV, Internet-TV oder Connected TV bezeichnet.

Smart-TV Alliance
Zur Smart-TV Alliance haben sich die Unternehmen LG, PhilipsTVP und Toshiba - Anfang 2012 zusammengeschlossen. Ziel ist es, die bisher unterschiedliche Programmierung von Apps für TV-Geräteportale zu vereinheitlichen – u.a. durch gemeinsame Software Development Kits für alle Inhalteanbieter. Die Allianz steht allen Interessierten offen.

Social TV
Als „soziales Fernsehen“ wird die Verbindung von linearem TV-Konsum mit sozialen Netzwerken (wie Facebook, Twitter etc.) verstanden. Das kann der Meinungsaustausch zum laufenden Programm oder der gegenseitige Hinweis auf interessante TV-Sendungen sein. Technisch erfolgt Social TV entweder durch die Integration in einem Extra-Fenster auf dem TV-Flachbildschirm oder die Verbindung zu einem Second Screen. Einige Hersteller von Smart TV-Geräten haben sogar eine Social TV-Taste auf der TV-Fernbedienung oder bieten entsprechende Apps in ihren Portalen.

Split Screen (geteilter Bildschirm)
Aufteilung des Bildschirms für die gleichzeitige Darstellung eines Fernsehprogramms und einer Applikation oder für die gleichzeitige Darstellung von zwei Fernsehprogrammen.

STB
Die Abkürzung steht für Set-Top-Box. Es handelt sich um Geräte zum Empfang des digitalen Fernsehens, bei dem die Signale als Datenströme mehrerer Programme über eine Frequenz verbreitet werden. Die STB gewinnt daraus wieder die einzelnen Programme mit Bild und Ton.

Stereobild
Bildpaar, bestehend aus zwei Teilbildern, die jeweils für das linke und rechte Auge bestimmt sind. Diese können glichzeitig nebeneinander oder übereinander angeordnet werden, aber auch zeitlich gestaffelt.

Stereoskopie
Grundlage für räumliche Aufnahme und Wiedergabe von Bildern mittels zweier Teilbilder, welche die Perspektive repräsentieren

Streaming
Verbreitung von Programminhalten, die als kontinuierlicher Datenstrom aus dem Internet empfangen werden können, ohne dass sie heruntergeladen werden müssen. Auf diese Weise sind etwa Fernseh-Live-Übertragungen in Form von „Livestreams“ im Internet möglich.

Sweet Spot
Bezeichnet bei einem autostereoskopischen Display den Bereich, in dem man das dreidimensionale Bild optimal sehen kann.



Teilbilder
Ergebnis der Trennung eines Vollbildes in zwei Anteile, wobei der eine für das rechte Auge und der andere für das linke Auge bestimmt ist.

Tiefenschärfe
Kennzeichnet bei 3D-Bildern bis zu welcher Bildtiefe die Darstellung vom Betrachter noch als scharf wahrgenommen wird.
    
Time Shift
s. zeitversetzes Fernsehen

Transponder
Ein Satellit besteht aus mehreren Transpondern, die Signale empfangen und wieder abstrahlen. Die Bandbreite beträgt durchschnittlich 36 MHz, womit sich entweder ein analoges TV-Programm und bis zu fünf Radioprogramme oder vier bis 16 digitale TV-Programme und eine große Zahl digitaler Radioprogramme verbreiten lassen.



UHD-1
Von der ITU (Internationale Fernmeldeunion) gewählte Bezeichnung für Ultra HD-Signale mit einer Bildauflösung von 3.840x2.160. Es wird auch die Bezeichnung 4k verwendet.

UHD-2
Von der ITU (Internationale Fernmeldeunion) gewählte Bezeichnung für Ultra HD-Signale mit einer Bildauflösung von 7.680x4.320. Es wird auch die Bezeichnung 8k verwendet.

User Generated Content (UGC)
User Generated Content (wörtlich: nutzererzeugter Inhalt) bezeichnet digitale Medieninhalte, die von Hörern, Zuschauern und Surfern selbst erstellt und allen zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Im Internet sind das Blogs, Foren, Foto- und Video-Portale, Podcasts oder Online-Lexikas wie Wikipedia, die als typische Erscheinungsformen von Web 2.0 gelten. UGC hält zunehmend Einzug im digitalen Fernsehen.

UHDTV/UltraHD
Abkürzung für „Ultra High Definition Television“. Bei Ultra HD vervielfacht sich die HDTV-Bildauflösung (1920 x 1080 Pixel): zunächst auf 3840 x 2160 Pixel (UltraHD-1, auch „4K“ genannt), später auch auf 7680 x 4320 Pixel (UltraHD-2, „8K“). Weitere technische Verbesserungen wie eine höhere Bildwiederholfrequenz (HFR), eine gesteigerte Abtasttiefe für Helligkeit und Farbkontrast und ein erweiterter Farbraum (HDR) sowie neue Audio-Verfahren tragen zu einer deutlich realistischeren Bild-Ton-Wiedergabe bei.

UltraViolet
Der Begriff steht für eine plattformunabhängige Rechteverwaltung für die vom Nutzer legal
erworbenen Inhalte wie Videos und Filme. Der Nutzer kann dabei seine Rechte auf jedes Medium übertragen und so die Inhalte geräteunabhängig nutzen.

Unicast
Datenübertragung zwischen zwei Stellen als Punkt-zu-Punkt-Verbindung. In der Telekommunikation und bei Computernetzwerken bezeichnet Unicast die Übertragung von Nachrichten zwischen einem Sender und einem einzigen Empfänger. Andere Übertragungsvarianten sind Multicast, Broadcast bzw.
Anycast, womit unterschiedliche Klassifikation der Adressierung (Routing-Methoden) in der Netzwerkkommunikation bezeichnet werden.

UPnP
Die Abkürzung für „Universal Plug and Play“ bezeichnet eine technische Spezifikation, die es verschiedenen vernetzten Digital-Geräten ermöglicht, sich zu vernetzen. Sie kommt auch bei DLNA zur Anwendung und ermöglicht zum Beispiel Steuerung und Inhalteaustausch von Smart-TV-Geräten mit Tablet PCs.

USB
Das Kürzel für Universal Serial Bus bezeichnet eine Schnittstelle für Datenübertragungen aller Art und kommt vor allem in der Computertechnik zum Einsatz. Bei Geräten der Unterhaltungselektronik dienen USB-Schnittstellen zum Anschluss von Speichermedien (Sticks, Festplatten), um Fotos, Musik und Videos aufzunehmen bzw. abzuspielen.

VDSL
Das “very high bitrate DSL” ist ein digitaler Teilnehmeranschluss im Telefonnetz mit bis zu
50 Mbit/s und erlaubt höhere Datenübertragungsraten als ADSL. Genutzt wird für das letzte Stück der Übertragungsstrecke zum Kunden die gebräuchliche Kupferleitung.

Vectoring
Diese Technologie erhöht die Datenraten beim digitalen Teilnehmeranschluss im Telefonnetz auf bis zu 100 Mbit/s. Besonders mit VDSL2-Vectoring ist eine Durchsatzverbesserung bei ungeschirmten Kabelbündeln bis zu 100 Prozent möglich.

VHS

VHS steht für Video Home System. Es handelt sich um ein in Japan entwickeltes analoges Video-Aufzeichnungsverfahren für Heim-Videorecorder mit Magnetband-Kassetten. Es war quasi weltweiter Industriestandard im Konsumentenbereich, bis es von der DVD abgelöst wurde.

VoD (Video-on-Demand)
Als Video auf Abruf wird ein neuer Programmservice bezeichnet, bei der der Teilnehmer über einen Rückkanal  Bewegtbild aus einem Angebot anfordern kann. Die Übertragung erfolgt dann gegen Entgelt (Pay-per-View). NVoD (Near Video on Demand) stellt eine Zwischenstufe dar.

Vollbilder
Unter Vollbildern wird bei Bewegtbild-Medien die Aufnahme, Verarbeitung und Übertragung der Bilder ohne Zeilensprung bezeichnet. Klassisches Filmmaterial arbeitet immer mit Vollbildern. Beim digitalen hochauflösenden Fernsehen (HDTV) werden entsprechende Formate mit „p“ für progressiv bezeichnet. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".

WCG [wide color gamut]
Es handelt sich dabei um die Kurzbezeichnung für den Begriff „erweiterter Farbraum”. Dies bedeutet den Übergang von BT.709 auf BT.2020, der in der Praxis schrittweise durch Verbesserungen bei den Flachbildschirmen erfolgt.

Web-TV

Als Web- oder Internet-TV wird die Übertragung von Bewegtbild über das Internet bezeichnet. Dies geschieht in Form von Video-Streams (Bild-Strömen) in unterschiedlichen Datenformaten. Im Gegensatz zu IPTV ist keine Empfangsqualität garantiert, da diese von der Bandbreite und damit der Übertragungsrate der Netze bzw. des Empfängers abhängt.

Widget
Widget bezeichnet kleine Programme, die zusätzliche Anwendungen (Applikationen)  am Computer oder auch am Fernsehgerät ermöglichen. Als Synonyme werden auch die Begriffe Applet, Gadget oder Plugin benutzt, die alle Software-Ergänzungen sind.

WiFi
s. LAN

WLAN
s. LAN

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Zeilensprung
Als Zeilensprung (Interlacing) bezeichnet man ein Verfahren der Fernsehtechnik, das seit den  30er Jahren des vorigen Jahrhunderts eingesetzt wird, um bei Aufzeichnung und Übertragung von TV-Bildern das Bildflimmern zu verringern. Dabei werden zwei unterschiedliche Halbbilder übertragen und im TV-Gerät wieder zusammengesetzt, wobei das menschliche Auge im Idealfall die Zeilensprünge nicht wahrnimmt. Die Nachteile des Zeilensprungverfahrens sind mögliche Artefakte (Bildfehler). Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".

zeitversetztes Fernsehen
Für zeitversetztes Fernsehen (Time Shift) muss der Festplattenrecorder oder das TV-Gerät mit integrierter Festplatte gleichzeitig ein Signal aufzeichnen und ein anderes wiedergeben können, also zeitversetzt. Mittels dieser Funktion kann während einer ausgestrahlten TV-Sendung das Ansehen gestoppt und später wieder fortgesetzt werden, ohne dass man als Zuschauer etwas verpasst.

Zigbee
Funkgestütztes Verfahren für die Vernetzung von Geräten – vor allem von Haushaltstechnik – in Smart Homes.

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